Der Kap­i­tal­markt birgt eine Rei­he von Gefahren für Anleger. Ins­beson­dere fehler­hafte Infor­ma­tio­nen, schlechte Beratung und intrans­par­ente Anlage­pro­duk­te mit ver­steck­ten Kosten machen pri­vat­en Anlegern das Leben schw­er. Im Fol­gen­den wollen wir Ihnen zeigen, wie Sie mit wis­senschaftlichen Erken­nt­nis­sen bei Ihrer Gel­dan­lage am Kap­i­tal­markt prof­i­tieren kön­nen.

Worum geht’s?
  • Nie­mand kann zukün­ftige Entwick­lun­gen einzel­ner Aktien ser­iös vorher­sagen
  • Die einzige Kon­stante an den Kap­i­talmärk­ten ist ein langfristig pos­i­tives Wach­s­tum
  • Mith­il­fe ein­er glob­alen Diver­si­fika­tion lässt sich dieses Wach­s­tum nach­weis­lich best­möglich abbildet

Entwicklungen einzelner Aktien lassen sich nicht prognostizieren

Wer anfängt sich mit der Börse zu beschäfti­gen wird über­schwemmt von Infor­ma­tio­nen. Die meis­ten Anleger sehen allerd­ings sprich­wörtlich den Wald vor lauter Bäu­men nicht. Dabei ist es eigentlich ganz ein­fach: Man muss ver­ste­hen, dass nie­mand mit Sicher­heit vorher­sagen kann, welch­er Aktienkurs steigt und welch­er fällt. Denn nie­mand ken­nt die Zukun­ft. Gle­ich­es gilt für die Wirtschaft einzel­ner Län­der — es kann auch nicht mit Sicher­heit vorherge­sagt wer­den, welch­es Land sich in Zukun­ft in welche Rich­tung entwick­elt.

Der aktuelle Preis ein­er Aktie hinge­gen wird von der Masse der Mark­t­teil­nehmer bes­timmt und spiegelt immer den Wert auf Basis aller aktuell ver­füg­baren Infor­ma­tio­nen best­möglich wider. Deswe­gen gel­ten die Aktien­märk­te zum aktuellen Zeit­punkt stets als effizient.

Durch stetiges Wirtschaftswachstum profitieren

Fortschritt ist schon seit jeher eine Kon­stante in der Men­schheits­geschichte. Unter der Prämisse kon­tinuier­lich­er Inno­va­tion­skraft kann man davon aus­ge­hen, dass die Weltwirtschaft auch in Zukun­ft weit­er wach­sen wird und sich langfristig pos­i­tiv entwick­elt. Dies lässt sich anhand sehr langfristiger Daten­rei­hen nach­weisen.

Um nicht von einzel­nen Län­dern oder sog­ar Unternehmen abhängig zu sein, sollte hier so bre­it wie möglich gestreut wer­den. So kann der Anleger langfristig best­möglich prog­nos­tizier­bar vom steti­gen weltweit­en Wirtschaftswach­s­tum prof­i­tieren, ohne auf “einzelne Pferde set­zen zu müssen”.

Historische Daten bestätigen die Überlegenheit globaler Diversifikation

Mit diesen Erken­nt­nis­sen wer­den Sie auf Kri­tik­er stoßen. Diese behaupten meist, dass weit­ere Märk­te fall­en wenn ein einzel­ner Markt zusam­men­bricht und sich somit die Sicher­heit durch Diver­si­fika­tion nicht erhöhen lässt. Dies jedoch ist ein Vorurteil, dem sich die Ökonomen Roni Israelov, Clif­ford S. Asness und John M. Liew in ihrer Veröf­fentlichung “Inter­na­tion­al Diver­si­fi­ca­tion Works (in the Long Run)” aus dem Jahre 2010 gewid­met haben. Deren wis­senschaftliche Unter­suchung beruht auf den Ren­diten von 22 Län­dern im Zeitraum von 1949 bis 2008. Hierzu wur­den 22 nationale Port­fo­lios sowie ein glob­ales Port­fo­lio all dieser 22 Län­der als Basis herange­zo­gen. Zur Unter­suchung wur­den drei zehn­jährige Abschnitte des gesamten Betra­ch­tungszeitraums (59 Jahre) ver­glichen.

  1. Ver­lauf: Die schlecht­esten zehn Jahre des schlecht­esten nationalen Port­fo­lios.
  2. Ver­lauf: Die Entwick­lung des glob­alen Port­fo­lios im sel­ben Zeitraum.
  3. Ver­lauf: Die schlecht­esten zehn Jahre des glob­alen Port­fo­lios.

Die schlecht­este nationale Entwick­lung (Ver­lauf 1) im Ver­gle­ich zur Entwick­lung des glob­alen Port­fo­lios im sel­ben Zeitraum (Ver­lauf 2) macht fol­gen­des deut­lich: Wenn ein nationaler Markt ein­bricht, gerät der gesamte Welt­markt zwar unter Druck, allerd­ings mit erhe­blich gerin­geren Ver­lus­ten. Außer­dem wird durch den langfristi­gen Anlage­hor­i­zont sicht­bar, dass selb­st in dieser Phase mit dem glob­al diver­si­fizierten Port­fo­lio (Ver­lauf 2) eine Ren­dite von 40% über 10 Jahre zu real­isieren war. Das schlecht­este lokale Port­fo­lio (Ver­lauf 1) eines einzel­nen Lan­des hinge­gen ist selb­st nach zehn Jahren mit noch ca. 45% im Ver­lust.

Nur eine bre­ite, sprich inter­na­tionale Diver­si­fizierung bietet langfristig plan­baren Erfolg. Der Erfolg dieser Anlages­trate­gie ist sta­tis­tisch sowie wis­senschaftlich nachgewiesen — nicht umson­st wur­den die welt­bekan­nten Wis­senschaftler Prof. Har­ry Markowitz und Prof. Eugene Fama für ihre Erken­nt­nisse, die als Vor­bild für diese Anlages­trate­gie dienen, jew­eils mit dem Nobel­preis für Wirtschaftswis­senschaften aus­geze­ich­net.

Fazit

Wis­senschaftliche Erken­nt­nisse haben gezeigt, dass man keineswegs hellse­herische Kräfte oder einen siebten Sinn für Kap­i­talmärk­te besitzen muss, um erfol­gre­ich zu investieren. Nie­mand kann über einen länger­fristi­gen Zeitraum erfol­gre­ich die Dynamiken einzel­ner Aktienkurse vorher­sagen. Langfristiger Erfolg am Kap­i­tal­markt lässt sich viel ein­fach­er real­isieren: Über eine glob­ale Streu­ung und die resul­tierende Par­tizipa­tion am glob­alen Wirtschaftswach­s­tum.

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