Erst­mals wird im Rah­men der Reform des Invest­ments­teuerge­set­zes am 01.01.2019 die soge­nan­nte Vor­ab­pauschale ermit­telt. Wir erk­lären, was es damit auf sich hat und was sich für Sie ändert.

Worum geht’s
  • Die Vor­ab­pauschale feiert 2019 Pre­miere
  • Durch die Vor­ab­pauschale sind zukün­ftig Abgel­tungss­teuern auch auf reine Buchgewinne zu zahlen
  • The­sauri­erende und niedrig auss­chüt­tende ETFs sind betrof­fen
  • Gin­mon-Kun­den kön­nen sich entspan­nt zurück­lehnen

Was ist die Vorabpauschale?

Zum 1. Jan­u­ar 2018 trat die Reform des Invest­ments­teuerge­set­zes in Kraft. Ein wichtiger Bestandteil dieses Geset­zes: die Vor­ab­pauschale. Diese wird nun erst­mals in der ersten Jan­u­ar­woche 2019 ermit­telt und besteuert.

Es han­delt es sich dabei um eine vor­weggenommene Besteuerung zukün­ftiger Kap­i­talerträge. Dabei wird angenom­men, dass der ETF im vor­ange­gan­genen Kalen­der­jahr eine pauschale, fik­tive Ren­dite erwirtschaftet hat. Diese wird zu Beginn eines jeden Jahres vom Bun­des­fi­nanzmin­is­teri­um fest­gelegt. Für das Jahr 2018 wurde der Wert auf 0,87% fest­ge­set­zt. Dieser Wert ist die Vor­ab­pauschale. Sollte die Auss­chüt­tungsquote eines ETFs in 2018 niedriger gewe­sen sein als 0,87%, müsste der Anleger auf die Dif­ferenz Abgel­tungss­teuer zahlen. Sie bet­rifft also auss­chließlich niedrig auss­chüt­tende und nicht-auss­chüt­tende — sprich the­sauri­erende — Fonds. Diese Art der Besteuerung wurde mit der Invest­ments­teuer­reform einge­führt. Bish­er galt näm­lich, dass bei einem Fonds, der keine Auss­chüt­tun­gen tätigt, etwaige Steuern erst bei Verkauf des Fonds ange­fall­en sind. Durch die Vor­ab­pauschale wer­den seit diesem Jahr also auch reine Buchgewinne — sprich nicht real­isierte Kurssteigerun­gen — mit der Abgel­tungss­teuer besteuert. Fak­tisch wer­den somit Teile der beim Verkauf anfal­l­en­den Abgel­tungss­teuer vorge­zo­gen. Um eine Dop­pelbesteuerung zu ver­mei­den, wer­den beim finalen Verkauf des ETFs frühere Vor­ab­pauschalen auf den Verkauf­s­gewinn angerech­net. In einem Punkt ist der Geset­zge­ber den Anlegern allerd­ings ent­ge­gen gekom­men: sollte der ETF im Kalen­der­jahr keine pos­i­tive Ren­dite erzielt haben, fällt auch keine Vor­ab­pauschale an.

Inwiefern betrifft die Vorabpauschale mein Ginmon-Portfolio?

Die Abgel­tungss­teuer wird automa­tisch von der Depot­bank vom Depotkon­to des Anlegers einge­zo­gen. Soll­ten Sie einen Freis­tel­lungsauf­trag hin­ter­legt haben, wird dieser zunächst ver­rech­net. Da die Vor­ab­pauschale in das Kalen­der­jahr 2019 fällt, ist der Freis­tel­lungsauf­trag für das Jahr 2019 rel­e­vant.

Sollte auf dem Ver­rech­nungskon­to nicht genü­gend Liq­uid­ität bere­it ste­hen oder kein aus­re­ichen­der Freis­tel­lungsauf­trag vor­liegen, kann unter Umstän­den die Abgel­tungss­teuer nicht einge­zo­gen wer­den. Das Brisante: In diesem Fall wäre die Depot­bank dazu verpflichtet, dies dem Finan­zamt anzuzeigen. Wir stellen jedoch selb­stver­ständlich sich­er, dass Sie hier­von nicht betrof­fen sind!

Was bedeutet das jetzt für mich?

Als Gin­mon Kunde haben Sie durch die Vor­ab­pauschale kein­er­lei Mehraufwand. Unsere Port­fo­liotech­nolo­gie Ape­iron® überwacht weit­er­hin vol­lkom­men automa­tisiert Ihr Port­fo­lio und stellt sich­er, dass zum Jahre­sende aus­re­ichend Liq­uid­ität vor­liegt, um die Abgel­tungss­teuer auf die Vor­ab­pauschale zu begle­ichen.

Sie kön­nen sich also vol­lkom­men entspan­nt zurück­lehnen und müssen sich nicht mit ein­er weit­eren Kom­p­lika­tion der ETF-Besteuerung auseinan­der­set­zen.

Welcher Anlegertyp sind Sie?