Das Börsen­jahr 2018 erforderte für die aller­meis­ten Anleger eine gewisse Por­tion Durch­hal­tev­er­mö­gen. Anhal­tende geopoli­tis­che Krisen, eine pes­simistis­che Mark­t­lage ins­beson­dere an europäis­chen Börsen und eine weltweit abschwächende Kon­junk­tur zum Ende des Jahres sorgten für eine durchwach­sene Nachricht­en­lage. Zwar entwick­el­ten sich die Gin­mon-Port­fo­lios mit zwis­chen -0,3% bis -6,7% (nach Kosten) alle­samt neg­a­tiv, in ein­er länger­fristi­gen Betra­ch­tung kön­nen wir jedoch nach wie vor auf eine sehr gute Entwick­lung zurück­blick­en.

Worum geht’s
  • Die Gin­mon-Port­fo­lios schlossen auf­grund eines schwieri­gen Kap­i­tal­mark­tum­felds zum Ende des Jahres mit zwis­chen -0,3% bis -6,7% alle­samt neg­a­tiv ab
  • Sämtliche großen Aktienin­dizes wie der S&P 500, DAX oder EURO STOXX 50 been­de­ten das Jahr mit teils sig­nifikan­ten Ver­lus­ten
  • Seit Früh­jahr 2018 kooperiert Gin­mon mit der Börse Stuttgart. Hier­bei han­delt es sich deutsch­landweit um die erste Zusam­me­nar­beit eines Börsen­platz-Betreibers und einem dig­i­tal­en Ver­mö­gensver­wal­ter.

In unserem Jahres­rück­blick geben wir Ihnen einen Überblick über die Entwick­lun­gen an den weltweit­en Kap­i­talmärk­ten und deren Auswirkun­gen auf die Gin­mon-Port­fo­lios. Außer­dem blick­en wir auf die Entwick­lun­gen unseres Unternehmens zurück, die wir mit unserem Team, vor allem aber auch mit unseren treuen Kun­den, erre­ichen kon­nten.

Kapitalmarktentwicklungen im Jahr 2018

Mit 2018 geht ein tur­bu­lentes Börsen­jahr zu Ende, das regelmäßig für Schlagzeilen gesorgt hat. Ins­beson­dere im let­zten Quar­tal mussten die meis­ten Indizes ihre bis dato erzielte Per­for­mance wieder aufgeben und dreht­en zum Jahresab­schluss nicht uner­he­blich ins Neg­a­tive.

Auch die Gin­mon-Port­fo­lios kon­nten sich nach einem etwas rup­pi­gen Start ins Jahr über die Jahresmitte hin­weg erholen, mussten die erziel­ten Gewinne jedoch im vierten Quar­tal wieder abgeben. Nach Kosten schnit­ten die Gin­mon-Port­fo­lios zwar zwis­chen -0,3% bis -6,7% alle­samt neg­a­tiv ab, kon­nten sich im gegen­wär­ti­gen Mark­tum­feld aber den­noch sehr gut behaupten.

Erstes Quartal:

Nach­dem mit dem Jahr 2017 für viele Anleger ein außeror­dentlich erfol­gre­ich­es Jahr zu Ende ging, ver­lief der Start ins Börsen­jahr 2018 milde gesagt unruhig. Auf­grund anhal­tend niedriger Zin­sen und einem steti­gen weltweit­en Wach­s­tum waren viele Anleger bei ein­er his­torisch niedri­gen Volatil­ität recht risikofreudig posi­tion­iert. Diesen Wach­s­tum­strend kon­nten die Aktien­märk­te zu Beginn des Jahres noch aufrecht erhal­ten, jedoch bere­it­ete der spek­takuläre “Flash Crash” am 5. Feb­ru­ar dem Bul­len­markt vor­erst ein Ende und leit­ete eine Phase erhöhter Kurss­chwankun­gen ein. Schon zu Beginn des Jahres galt daher das Mot­to: “Börse ist, Ner­ven dort zu behal­ten, wo andere sie ver­lieren”.

Zweites Quartal:

Geopoli­tis­che Ereignisse, wie etwa der Han­delsstre­it zwis­chen den USA und dem Rest der Welt, das Gipfel­tr­e­f­fen zwis­chen US-Präsi­dent Trump und dem nord­ko­re­anis­chen Dik­ta­tor Kim-Jong Un sowie der Sieg der pop­ulis­tis­chen Lega und der Fünf-Sterne-Bewe­gung bei den ital­ienis­chen Präsi­dentschaftswahlen stell­ten sich dem Som­mer­loch ent­ge­gen. Glück­licher­weise kon­nten sich die Kap­i­talmärk­te nach der Kursko­r­rek­tur zu Beginn des Jahres zügig erholen und die zuvor erlit­te­nen Ver­luste noch während der Fußball-Welt­meis­ter­schaft aus­gle­ichen. Als einziges Sor­genkind stell­ten sich die Emerg­ing Mar­kets her­aus, die angesichts eines dro­hen­den Han­del­skrieges leichte Ver­luste anhäuften.

Drittes Quartal:

Während sich die US-amerikanis­chen Märk­te äußerst pos­i­tiv entwick­el­ten, geri­eten die Märk­te in eini­gen Schwellen­län­dern auf­grund ein­er sich zus­pitzen­den Währungskrise weit­er unter Druck. Da sich Unternehmen und Finanzin­sti­tu­tio­nen viel­er Entwick­lungslän­der über die Jahre hin­weg immer stärk­er in US-Dol­lar ver­schuldet hat­ten, sind genau diese ausste­hen­den Zahlun­gen in der zweit­en Jahreshälfte beson­ders stark angestiegen. Während beispiel­sweise der vene­zolanis­che Boli­var im vierten Quar­tal gegenüber dem US-Dol­lar beson­ders stark abw­ertete und fast voll­ständig implodierte, erre­icht­en im Laufe des drit­ten Quar­tals ins­beson­dere die Türkische Lira und der Argen­tinis­che Peso bish­er ungeah­nte Tief­st­stände gegenüber dem US-Dol­lar.
An den europäis­chen Börsen hinge­gen sorgte poli­tis­che Unklarheit um den anste­hen­den Aus­tritt Großbri­tan­niens aus der EU sowie eine ins­ge­samt eher mod­er­ate wirtschaftliche Entwick­lung lediglich für eine Seitwärts­be­we­gung an den europäis­chen Börsen.

Viertes Quartal:

Für Anleger gab es im vierten Quar­tal eher wenig Grund zur Freude. Während sich die Sit­u­a­tion an den glob­alen Devisen­märk­ten (mit Aus­nahme von Venezuela) wieder leicht entspan­nte, waren es ins­beson­dere der dro­hende Han­del­skrieg zwis­chen den USA und Chi­na und eine sich leicht abschwächende Weltkon­junk­tur, die die Kap­i­talmärk­te in Atem hiel­ten. Ein sich zus­pitzen­der Stre­it zwis­chen Demokrat­en und Repub­likan­ern um den US-Haushalt, welch­er let­z­tendlich zu ein­er teil­weisen Stil­l­le­gung (“Shut­down”) des Regierungs-Appa­rates Ende des Jahres führte, tat sein Übriges.

Der Diversifikationseffekt bei erhöhter Volatilität

Ein inter­es­san­ter Aspekt des Börsen­jahres 2018 war, dass neben Aktien auch Staats- und Unternehmen­san­lei­hen das Jahr mit Ver­lus­ten been­de­ten. In Zeit­en von volatilen Aktien­märk­ten bieten Anlei­hen nor­maler­weise einen Sicher­heit­sanker, welch­er über weite Teile des ver­gan­genen Jahres jedoch nicht die gewohnte Sicher­heit gab. Ein Ver­gle­ich der Kor­re­la­tion (also dem wech­sel­seit­i­gen Ver­hal­ten der Ren­diten) zwis­chen dem MSCI ACWI (“All Coun­try World Index”), welch­er die Entwick­lung der 2.500 größten Unternehmen aus Indus­trie- und Schwellen­län­dern bün­delt, und dem Bar­clays Glob­al Aggre­gate Bond Index, der Anlei­hen von mehr als 1.800 Unternehmen umfasst, unter­stre­icht dies deut­lich. Eine Kor­re­la­tion von über Null bedeutet hier­bei, dass sich bei­de Indizes zum gegebe­nen Zeit­punkt in die gle­iche Rich­tung bewe­gen. Fällt die Kor­re­la­tion jedoch unter Null, bewe­gen sich Aktien und Anlei­hen gegen­läu­fig — d.h. wenn der eine Titel steigt, fällt der andere.

Bei genauer Betra­ch­tung des Ver­hal­tens des MSCI ACWI zum Bar­clays Glob­al Aggre­gate Bond Index wird ersichtlich, dass sich der glob­ale Aktien- und Anlei­hen­markt über die ersten drei Quar­tale des Jahres stets in die gle­iche Rich­tung bewegt haben. Im Laufe des vierten Quar­tals sank die Kor­re­la­tion hinge­gen stark ab und fiel sog­ar ins Neg­a­tive. Dies hat­te zur Folge, dass im Dezem­ber Anlei­hen Teile der Ver­luste aus Aktien aus­gle­ichen kon­nten und wieder den gewohn­ten Schutz boten. Daher ist es für Anleger beson­ders wichtig, einen gesun­den Mix an Aktien und Anlei­hen im eige­nen Port­fo­lio zu hal­ten. Ger­ade in schwieri­gen Mark­t­phasen wie jüngst im vierten Quar­tal kön­nen ein­tre­tende Ver­luste hier­mit nicht uner­he­blich abgefed­ert wer­den.

Entwicklung der Ginmon-Portfolios

Der Ver­lauf der Kap­i­talmärk­te im ver­gan­genen Jahr zeigte uns vor allem eins: Der Ver­mö­gen­sauf­bau ist und bleibt ein langfristiges Pro­jekt, bei dem diszi­plin­ierte Anleger belohnt wer­den. Anleger soll­ten sich also immer bewusst sein, dass nur die wenig­sten kurzfristi­gen Mark­t­be­we­gun­gen oder Nachricht­en­mel­dun­gen, wie bespiel­weise die über 3.400 Tweets von US-Präsi­dent Trump, tat­säch­lich langfristig Rel­e­vanz haben.

Ein Blick auf unsere 3-Jahres-Ren­diten (nach Kosten) von bis zu 10,6% zeigt, dass Anleger mit einem lan­gen Atem für ihre Geduld auch belohnt wer­den.

Erfreulich ist auch eine geson­derte Betra­ch­tung von Aufwärts- und Abwärt­sphasen im so schwieri­gen ver­gan­genen Quar­tal. Die soge­nan­nte “Upmar­ket & Down­mar­ket Cap­ture Ratio” gibt Auf­schluss darüber, wie stark die Gin­mon-Strate­gien an der all­ge­meinen Kap­i­tal­mark­ten­twick­lung par­tizip­iert haben. Im ver­gan­genen Quar­tal hat sich gezeigt, dass unsere Port­fo­lios an Han­del­sta­gen mit pos­i­tiv­er Ren­dite mehr prof­i­tiert und an Tagen mit neg­a­tiv­er Ren­dite weniger einge­büßt haben als entsprechende Ver­gle­ichsin­dizes. Im Durch­schnitt über alle Port­fo­lios kon­nten wir in Aufwärt­sphasen leicht stärk­er hinzule­gen als die Bench­mark (Upmar­ket Cap­ture Ratio von 1,02). An Ver­lust­ta­gen hinge­gen war der durch­schnit­tliche Rück­gang der Gin­mon-Port­fo­lios sog­ar 15% geringer als der der indi­vidu­ellen Bench­marks (Down­mar­ket Cap­ture Ratio von 0,85). Die zeigt, dass unsere pro­pri­etäre Port­fo­liotech­nolo­gie Ape­iron® auch im Jahr 2018 im Ver­gle­ich zur Bench­mark Über­ren­diten für unsere Anleger real­isieren kon­nte.

Unternehmensentwicklung

Auch bei Gin­mon selb­st hat sich in 2018 einiges getan. Im März kon­nten wir unsere Part­ner­schaft mit der Börse Stuttgart bekan­nt­geben. Hier­bei han­delt es sich deutsch­landweit um die erste Zusam­me­nar­beit eines Börsen­platz-Betreibers und einem dig­i­tal­en Ver­mö­gensver­wal­ter, bei der die Börse Stuttgart ihren Kun­den den Zugang zu Gin­mons Ver­mö­gensver­wal­tung ermöglicht.
Im zweit­en Quar­tal kon­nten wir Ihnen schließlich ein von Grund auf neu konzip­iertes Kun­den­cen­ter präsen­tieren, sodass Ihre Gel­dan­lage bei Gin­mon noch über­sichtlich­er ist.
Im August kam es darüber hin­aus zum Aufeinan­dertr­e­f­fen unseres Grün­ders Lars Rein­er mit Prof. Ken­neth French, einem der ein­flussre­ich­sten Ökonomen unser­er Zeit und ein­er der Schöpfer des Fama/French 3-Fak­toren-Mod­ells, welch­es den Grundgedanken unser­er Port­fo­liotech­nolo­gie darstellt. Im Rah­men ein­er Kon­ferenz in Lon­don kon­nten sich bei­de auf direk­tem Wege über die neuesten Erken­nt­nisse und Entwick­lun­gen im Bere­ich Fak­tor­in­vest­ing aus­tauschen.

Eben­falls im August kon­nten wir Ihnen unsere lang ersehnte Android-App präsen­tieren. Mit unser­er App für iOS und Android ste­hen Ihnen die Funk­tio­nen unseres Kun­den­cen­ters auch unter­wegs immer zur Ver­fü­gung, sodass Sie jed­erzeit die Entwick­lung Ihrer Gel­dan­lage ver­fol­gen und auch mobil Anpas­sun­gen vornehmen kön­nen.
Im vierten Quar­tal haben wir unser Preis­mod­ell grun­derneuert. Von ein­er Grundge­bühr von 0,39% und ein­er vari­ablen Erfol­gs­beteili­gung von 10% sind wir zum 01. Jan­u­ar 2019 auf eine All-In-Ser­vicege­bühr in Höhe von 0,75% gewech­selt, um unsere Gebühren­struk­tur trans­par­enter und ein­fach­er nachvol­lziehbar zu gestal­ten.

Mit diesen Ereignis­sen blick­en wir auf ein sehr ereignis­re­ich­es Jahr zurück und möcht­en uns bei unseren Kun­den und Part­nern ganz her­zlich für das ent­ge­genge­brachte Ver­trauen bedanken.
Mit diesen Worten wün­schen wir Ihnen einen guten Start in ein hof­fentlich gesun­des und erfol­gre­ich­es Jahr 2019.

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