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Unseren let­zten Bericht haben wir als son­ni­gen Start in das neue Jahr betitelt: 2017 größte mit gutem Wet­ter und pos­i­tiv­en Entwick­lun­gen an den Börsen. In den ersten Wochen des zweit­en Quar­tals hat sich dieser pos­i­tive Trend fort­ge­set­zt. Sowohl der DAX als auch der S&P500 erfreuten mit Reko­rd­mel­dun­gen. Auch in der zweit­en Hälfte war die Stim­mung an den Börsen dur­chaus opti­mistisch. Doch wie haben sich die Gin­mon Port­fo­lios in diesem Abschnitt entwick­elt?

Die gegenseitige Abhängigkeit von Politik und Börse

Ein wichtiger Fak­tor für die Kur­sauss­chläge im zweit­en Quar­tal sind poli­tis­che Ereignisse gewe­sen. Ger­ade die US-Amerikanis­chen Unternehmen haben sich beispiel­sweise von dem ambi­tion­ierten Wirtschaft­spro­gramm der jun­gen repub­likanis­chen Admin­is­tra­tion Wet­tbe­werb­svorteile und Steuersenkun­gen erhofft. Die bish­er mageren Erfolge, das Fehlen eines dezi­dierten und aus­gear­beit­eten Pro­gramms sowie die erhobe­nen Anschuldigun­gen im Rah­men der Rus­s­land-Affäre haben dazu gefährt, dass Inve­storen zunehmend an der Fähigkeit der Regierung zweifeln, die angekündigten Refor­men auch durchzuset­zen.

Auch auf der anderen Seite des Atlantik hat das poli­tis­che Kli­ma Ein­fluss auf die Börsen genom­men. Mit Emmanuel Macron kon­nte ein deut­lich pro-europäis­ch­er, refor­mori­en­tiert­er Poli­tik­er die wichti­gen Wahlen in Frankre­ich für sich entschei­den. Auch aus den Nieder­lan­den und Ital­ien kamen pro-europäis­che Zeichen, welche die Unsicher­heit den Zusam­men­halt der Union reduzieren kon­nten. Im Nor­den von Europa ist There­sa May mit dem Ver­such vor den Brex­it Ver­hand­lun­gen ihre Posi­tion zu stärken gescheit­ert: Die Briten haben den harten Brex­it abgewählt.

Gegen Ende des Quar­tals hat eine missver­standene Aus­sage von Mario Draghi die Bör­sian­er dazu ver­an­lasst, die Wahrschein­lichkeit ein­er nahen Zin­ser­höhung etwas höher zu einzuschätzen, woraufhin die Ren­diten von Anlei­hen anstiegen. Die EZB ließ daraufhin mit­teilen, dass die Aus­sage fehlin­ter­pretiert wurde und eine Zin­ser­höhung “noch weit­er ent­fer­nt sei, als die Inve­storen ver­muteten”.

Ins­ge­samt zeich­neten die Wahlen, die Rede von Mario Draghi als auch die Ein­schätzun­gen ander­er namhafter Insti­tute ein sehr robustes Bild der europäis­chen sozioökonomis­chen Sit­u­a­tion. So hat beispiel­sweise der deutsche Ifo-Geschäft­skli­main­dex neue Reko­rd­w­erte erre­icht und die Kon­junk­tur der europäis­chen Wirtschaft befind­et sich auf einem Pfad, der von eini­gen als Gesun­dung inter­pretiert wird. Diese rel­a­tive Sta­bil­ität der Wirtschaft­sunion im Ver­gle­ich mit den USA und die Aus­sagen Draghis haben dazu beige­tra­gen, dass der Euro gegenüber dem Dol­lar einen starken Wertzuwachs erfahren kon­nte. Mit einem anfänglichen Wert von 1,07 €/$ und einem Wert von 1,14 €/$ Ende Juni stellt dieser Wech­selkurs eine zen­trale Ein­flussgröße der Port­fo­lioen­twick­lung im 2. Quar­tal dar.

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Resümee

Ins­ge­samt ergibt sich über die ersten bei­den Quar­tale des Jahres eine leicht pos­i­tive Ren­dite. Im zweit­en Quar­tal machte sich der Ein­fluss des poli­tis­chen Kli­mas in Europa als auch in den USA auf die Mark­ten­twick­lung bemerk­bar. Hier war ins­beson­dere der Euro/Dollar Wech­selkurs maßge­blich, der sich vornehm­lich von der steigen­den Sta­bil­ität in der Euro­zone und der Unsicher­heit unter der Trump­is­chen Admin­is­tra­tion bee­in­flusst zeigte. Ver­gle­icht man beispiel­sweise die Wer­ten­twick­lung des MSCI World in Dol­lar mit dem entsprechen­den Index in Euro lassen sich deut­liche Per­for­mance­un­ter­schiede fest­stellen. Für Sie als Euro-Anleger ist diese Wer­ten­twick­lung in US-Dol­lar jedoch nicht rel­e­vant, da Sie let­z­tendlich das Geld in Euro benöti­gen. Das bedeutet, wenn Sie in US-Dol­lar anle­gen, erhal­ten Sie zunächst eine höhere Ren­dite, diese wird jedoch durch den Umtausch von US-Dol­lar in Euro wieder aufge­hoben. Daher soll­ten Währungsrisiken auf Ihre langfristige Anlages­trate­gie keinen Ein­fluss haben. Dazu kommt, dass das Wech­selkursrisiko in zwei Rich­tun­gen ver­läuft. So ergibt sich aus den let­zten Monat­en eben auch wieder das Poten­tial bei einem zunehmenden Dol­lar diese Entwick­lun­gen pos­i­tiv auszu­gle­ichen.

Welcher Anlegertyp sind Sie?

Hin­weis: Die hier berichteten Werte für die Per­for­mance der Gin­mon Port­fo­lios geben eine Über­sicht über deren Entwick­lung und basieren auf Durch­schnittswerten. Die tat­säch­liche Wer­ten­twick­lung indi­vidu­eller Port­fo­lios kann in Abhängigkeit von Sparver­hal­ten, Rebal­anc­ing und anderen Fak­toren abwe­ichen.