Worum geht’s?
  • US-Präsi­dent Trump heizt den Han­del­skrieg zwis­chen den USA und Chi­na über Twit­ter erneut an.
  • Die US-Kon­junk­tur zeigt sich unbeein­druckt und stellt einen neuen Langzeitreko­rd auf.
  • Die Gin­mon-Port­fo­lios been­de­ten das Quar­tal kaum verän­dert mit leicht­en Zugewin­nen von 0,0% bis 1,2% nach Kosten.

Marktentwicklungen im zweiten Quartal 2019 — Trumps Trade Tweets

2018 endete stür­misch, 2019 startete furios. Viele Anleger fragten sich am Ende des ersten Quar­tals: Quo vadis, Kap­i­tal­markt? Eine Antwort erhiel­ten die Bör­sian­er im zweit­en Quar­tal jedoch nicht. Denn passiert ist nicht wirk­lich viel. Mal ging es hoch, mal ging es runter — und am Ende standen die glob­alen Börsen lediglich mit leicht­en Zugewin­nen da.

Ein The­ma, das den Markt seit nun­mehr 15 Monat­en beschäftigt, ist der Han­del­skrieg zwis­chen den USA und Chi­na. Nach­dem sich der bilat­erale Kon­flikt zu Beginn des Jahres etwas zu beruhi­gen schien, eskalierte die Sit­u­a­tion im Laufe des zweit­en Quar­tals erneut.

Der bish­erige Höhep­unkt wurde erre­icht, als US-Präsi­dent Don­ald Trump auf dem Kurz­nachrich­t­en­di­enst Twit­ter dro­hte, weit­ere chi­ne­sis­che Waren im Wert von US$ 200 Mil­liar­den mit einem Import­zoll in Höhe von 25% statt den bish­eri­gen 10% zu bele­gen. Die Inten­sität des Han­del­skrieges haben wir beispiel­haft ein­mal an den Google-Aktiv­itäten zum Stich­wort “trade war” dargestellt. Hier kon­nte Trump nach seinem Zoll-Tweet im ver­gan­genen Quar­tal einen neuen Reko­rd auf­stellen: noch nie wurde so häu­fig nach dem The­ma Han­del­skrieg gesucht.

Quelle: Google Trends (Link), Reuters (Link)

Von den han­del­spoli­tis­chen Unruhen gän­zlich unbeein­druckt zeigte sich hinge­gen die US-Kon­junk­tur. Diese kon­nte im Juli den Reko­rd für die am läng­sten andauernde Expan­sion brechen. 121 Monate Kon­junk­tu­rauf­schwung ste­hen seit der Finanzkrise 2009 bis dato zu Buche, wom­it der aktuelle Zyk­lus der läng­ste jemals gemessene seit dem Anbruch des 20. Jahrhun­derts ist. Per Def­i­n­i­tion gilt eine Expan­sion als been­det, sollte in zwei aufeinan­der­fol­gen­den Quar­tal­en das Wach­s­tum des Brut­toin­land­spro­duk­tes eines Lan­des neg­a­tiv sein. Die bish­erige Reko­rd­marke war zwis­chen den Jahren 1991 und 2001 mit 120 Monat­en aufgestellt wor­den.

Quelle: Nation­al Bureau of Eco­nom­ic Research (Link)

Indes haben auch 121 Monate Reko­rd­ex­pan­sion den Bör­sian­ern so einiges abver­langt. Ins­ge­samt 24 Kursko­r­rek­turen von 5% oder mehr mussten Inve­storen des S&P 500 in dieser Zeit über­ste­hen. Darunter übri­gens auch den Mai 2019, in dem der amerikanis­che Leitin­dex auf­grund von Trumps erneuten Zoll-Andro­hun­gen sat­te 6,8% ver­lor.

Quelle: Gin­mon

Eine kleine, aber nicht min­der inter­es­sante Beobach­tung abseits des täglichen Twit­ter-Gewit­ters war die fol­gende Schlagzeile: Auf dem größten Kap­i­tal­markt der Welt, näm­lich dem der USA, waren in diesem Quar­tal erst­mals mehr Gelder in pas­sive Anlage­pro­duk­te, wie etwa ETFs und Index­fonds, investiert als in aktiv ver­wal­teten Anlages­trate­gien. Diese soge­nan­nte Aktiv-Pas­siv-Par­ität ist das Ergeb­nis ein­er zunehmenden Beliebtheit pas­siv­er Anlage­pro­duk­te in sowohl pri­vat­en als auch insti­tu­tionellen Depots. Und das zurecht. Auf­grund der einzi­gar­ti­gen Eigen­schaften pas­siv­er Anlage­pro­duk­te, wie etwa ein­er bre­it­en Diver­si­fika­tion, ein­er oft­mals über­lege­nen Ren­dite gegenüber aktiv­en Invest­ment­fonds, sowie niedri­gen Pro­duk­tkosten, find­en sich auch in den Port­fo­lios der Gin­mon-Anleger auss­chließlich pas­sive Anlage­bausteine.

Entwicklung der Ginmon-Portfolios — Nur minimale Zugewinne

Nach­dem die Gin­mon-Port­fo­lios in den ersten drei Monat­en das prof­ita­bel­ste Quar­tal in der Geschichte ein­fahren kon­nten, gön­nten sich unsere Port­fo­lios im zweit­en Quar­tal eine kleine Ver­schnauf­pause. Mit 0,0% bis 1,2% standen nach drei Monat­en für unsere Anleger lediglich leichte Zugewinne zu Buche.

Quelle: Gin­mon

Gin­mon-Anleger der ersten Stunde dürften sich trotz des mauen Quar­tals trotz­dem freuen: bis zu 27,5% erwirtschafteten unsere Strate­gien nach Kosten in den let­zten 36 Monat­en. Inter­es­sant ist zudem die his­torische Betra­ch­tung der let­zten zwölf Monate. Hier liegen alle unsere Strate­gien nahezu gle­ichauf. Mit 5,1% kon­nte unsere sehr kon­ser­v­a­tive Strate­gie GM01 sog­ar am besten abschnei­den, was sich vor allem auf die hohe Wider­stands­fähigkeit im tur­bu­len­ten vierten Quar­tal 2018 zurück­führen lässt.

Quelle: Gin­mon

Wie schon im let­zten Quar­tal möcht­en wir Ihnen auch dieses Mal gerne näher brin­gen, welche Treiber für die schlussendliche Wer­ten­twick­lung ver­ant­wortlich waren. Während im ersten Quar­tal 2019 noch jede Anlageklasse pos­i­tiv zur Port­fo­lioren­dite beitrug, ergab sich in den ver­gan­genen drei Monat­en ein eher het­ero­genes Bild.

Im Großen und Ganzen ragte keine unser­er Anlageklassen son­der­lich her­aus. Einzig Anlei­hen kon­nten ihre pos­i­tive Entwick­lung seit Jahres­be­ginn fort­set­zen und bis zu 1,1% Ren­dite beis­teuern. Nach­dem im ersten Quar­tal der Markt eine Zinssenkung der amerikanis­chen Noten­bank in 2019 nur mit ein­er Wahrschein­lichkeit von 70% tax­ierte, ist diese in den let­zten drei Monat­en auf 100% gestiegen. Hier­von kon­nten Anlei­hen beson­ders prof­i­tieren.

Auch Aktien tru­gen leicht pos­i­tiv zur Per­for­mance bei. Hier machte sich allerd­ings das Auf und Ab der Märk­te deut­lich bemerk­bar, denn mit max­i­mal 0,9% war ihr Ren­dite­beitrag rel­a­tiv ger­ing. Den größten Rück­gang mussten unsere Risiko­fak­toren verze­ich­nen.

Quelle: Gin­mon

Faktorrendite unter der Lupe

Um diesen bess­er zu ver­ste­hen, wollen wir im Fol­gen­den den Per­for­mance-Beitrag der Risiko­fak­toren näher betra­cht­en. Hierzu schauen wir uns die Strate­gien GM07 und GM10 an.

Zu den von Gin­mon einge­set­zten Risiko­fak­toren gehören Size (Fokus auf kleine Unternehmen), Val­ue (Fokus auf niedrig bew­ertete Unternehmen) und Makro (Gewich­tung nach BIP statt nach Mark­tkap­i­tal­isierung, nähere Infor­ma­tio­nen find­en Sie bei Inter­esse hier: Link).

Quelle: Gin­mon

Es fällt auf, dass im ver­gan­genen Quar­tal beson­ders der Makro-Fak­tor neg­a­tiv zur Per­for­mance beitrug. Dies ist vor allem dem wieder aufkeimenden Han­del­skon­flikt geschuldet. Denn unser Makro-Fak­tor set­zt auf eine Gewich­tung nach Brut­toin­land­spro­dukt (BIP) statt nach der häu­fig ver­wen­de­ten Meth­ode der Gewich­tung nach Mark­tkap­i­tal­isierung. Dadurch allok­iert dieser Fak­tor stärk­er in Aktien aus Schwellen­län­dern, wie Chi­na oder Mexiko, und weniger stark in US-amerikanis­che Werte. Da der Han­del­skrieg den Schwellen­län­dern mehr zuset­zt als den USA, hat unser Makro-Fak­tor hier also an Ren­dite einge­büßt.

Auch unser Val­ue-Fak­tor hat­te in den let­zten drei Monat­en einen leicht neg­a­tiv­en Effekt auf die Gesamtren­dite. Ein Haupt­grund hier­für waren die weit­er gefal­l­enen Anlei­heren­diten. Von einem niedri­gen Zin­sniveau prof­i­tieren vor allem hoch bew­ertete — also teure — Aktien, die wir mit unserem Val­ue-Fak­tor untergewicht­en. Denn bei pro­fes­sionellen Anlegern müssen Aktien immer im Wet­tbe­werb mit Anlei­hen beste­hen. Hierzu ver­gle­icht der Markt die Anlei­heren­dite mit der Gewinn- oder Div­i­den­den­ren­dite von Aktien. Ähn­lich wie bei Anlei­hen kor­re­spondiert auch bei Aktien eine hohe Bew­er­tung mit ein­er niedri­gen Ren­dite. Bei sink­enden Anlei­heren­diten erscheinen also selb­st teure Aktien rel­a­tiv betra­chtet attrak­tiv­er.

Unternehmensentwicklungen

Auch im zweit­en Quar­tal wurde bei Gin­mon wieder inten­siv daran gear­beit­et, Ihnen ein noch besseres Nutzer­erleb­nis und einen größeren Funk­tion­sum­fang zu bieten. Unter anderem haben wir zahlre­iche neue Fea­tures in der Auf­tragser­stel­lung und -abwick­lung einge­führt. So kön­nen Sie seit eini­gen Wochen Änderun­gen Ihrer Anlages­trate­gie, Ein- oder Auszahlun­gen nach der Auf­tragser­stel­lung in Ihrem Gin­mon-Kun­den­cen­ter stornieren. Eben­so find­en Sie nun die wichtig­sten Doku­mente unser­er Part­ner­bank sauber kat­e­gorisiert in Ihrer Inbox wieder.

Manchen von Ihnen wird darüber hin­aus sicher­lich ein Pop-Up in Ihrem Kun­den­cen­ter aufge­fall­en sein, mit dem wir auf den Wech­sel auf unsere Ver­mö­gensver­wal­tungslizenz (BaFin) hin­weisen. Im Zuge dessen wer­den alle Anleger, die vor Feb­ru­ar 2018 bei uns Kunde wur­den, auf unsere BaFin-Lizenz migri­ert, mit der wir Ihnen durch unsere neu struk­turi­erten Port­fo­lios eine noch bessere Ver­mö­gensver­wal­tung ermöglichen. Alle Kun­den, die ab Feb­ru­ar 2018 bei Gin­mon sind, prof­i­tieren bere­its von unseren verbesserten Port­fo­lios. Sie müssen also nichts weit­er tun.

Für alle anderen hier noch ein­mal die Vorteile des Wech­sels präg­nant zusam­menge­fasst:

  • Höhere Sicher­heit und besser­er Ver­brauch­er­schutz: Ihr Depot ist durch die Bun­de­sanstalt für Finanz­di­en­stleis­tungsauf­sicht (BaFin) reg­uliert.
  • Agileres Risiko­man­age­ment: Flex­i­blere Umschich­tun­gen durch unseren Algo­rith­mus Ape­iron machen Ihr Port­fo­lio noch dynamis­ch­er.
  • Gerin­gere Kosten: Die ETF-Kosten sinken um 40% von durch­schnit­tlich 0,37% p.a. auf nur noch 0,22% p.a.
  • Bessere Diver­si­fika­tion: Kün­ftig investieren wir zusät­zlich in die neuen Anlageklassen Immo­bilien und Rohstoffe.
  • Mehr Fak­toren für mehr Ren­dite: Ein­führung eines Makro-Fak­tors durch smarte BIP-Gewich­tung hebt neue Ren­ditepoten­ziale und ver­ringert das Klumpen­risiko.

Falls Sie zusät­zliche Infor­ma­tio­nen wün­schen, so kön­nen Sie hier mehr zu unseren neuen Anlageklassen Immo­bilien und Rohstoffe erfahren. Die Vorteile unseres neuen Makro­fak­tors haben wir Ihnen eben­falls in einem geson­derten Blog­beitrag noch ein­mal im Detail skizziert.

Den Wech­sel auf die Ver­mö­gensver­wal­tungslizenz (BaFin) kön­nen Sie hier beantra­gen.

Gerne kön­nen Sie auch einen Rück­ruf buchen.

Unsere Invest­men­t­an­a­lysten beant­worten gerne alle Ihre Fra­gen.

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