Das zweite Quar­tal ist vor­bei, und der Som­mer hat offiziell begonnen. Events wie die Welt­meis­ter­schaft oder Wim­ble­don haben uns in den ver­gan­genen Wochen in ihren Bann gezo­gen. Dabei kann die Ver­mö­gen­s­pla­nung schnell ins Hin­tertr­e­f­fen ger­at­en — das gilt nicht nur für Pri­vatan­leger. Denn aktuelle Forschungsergeb­nisse der Europäis­chen Zen­tral­bank zeigen, dass das Han­delsvol­u­men des deutschen Aktienin­dex’ während Spie­len der deutschen National­mannschaft um bis zu 55% zurück­ge­ht. Viele Aus­set­zer dürfte es auf­grund des Turnierver­laufes in diesem Jahr jedoch nicht gegeben haben.

Doch auch neben dem Spielfeld gab es zahlre­iche Ereignisse, die den Kap­i­tal­markt bewegten: Der Sieg der pop­ulis­tis­chen Lega und der Fünf-Sterne-Bewe­gung bei den ital­ienis­chen Präsi­dentschaftswahlen ließen die europäis­chen Anlei­hemärk­te kurzzeit­ig ein­brechen. Das Gipfel­tr­e­f­fen zwis­chen Trump und dem nord­ko­re­anis­chen Dik­ta­tor Kim-Jong Un warf mehr Fra­gen auf als Lösungsan­sätze zu liefern und der schwebende Han­del­skon­flikt zwis­chen Ameri­ka und dem Rest der Welt ver­schärfte sich im zweit­en Quar­tal weit­er. Doch die Kap­i­talmärk­te zeigten sich davon weit­ge­hend unbeein­druckt und kon­nten fast durch­weg die Ver­luste aus dem ersten Quar­tal aus­gle­ichen.

Worum geht’s

  • Nach der kurzfristi­gen Kursko­r­rek­tur zu Beginn des Jahres kon­nten sich die inter­na­tionalen Aktienin­dizes wieder erholen. Der MSCI World erzielte eine Quar­tal­sren­dite von 3,5% und lag damit leicht unter­halb der Per­for­mance des deutschen Leitin­dex, der das Quar­tal mit ein­er Ren­dite von 4,2% abschloss.
  • Auch die Gin­mon Port­fo­lios kon­nten von dem pos­i­tiv­en Kap­i­tal­mark­tum­feld prof­i­tieren. Im zweit­en Quar­tal wurde eine Per­for­mance von 0,6% bis 6,1% (vor Kosten) erzielt.
  • Durch die neue und verbesserte Ver­sion von Apeiron­s­e­lect, Kernbe­standteil unser­er Port­fo­liotech­nolo­gie Ape­iron®, wurde die Diver­si­fika­tion und die Sicher­heit der Port­fo­lios weit­er erhöht, bei gle­ichzeit­ig sink­enden Kosten.

Kapitalmarktentwicklungen im zweiten Quartal

Das Wichtig­ste zuerst: Nach dem tur­bu­len­ten Jahresstart kon­nten sich die weltweit­en Aktien­märk­te prächtig erholen und den pos­i­tiv­en Trend der let­zten Jahre fort­set­zen. Wer beispiel­sweise seit dem Tief­punkt im Jahr 2009 am Kap­i­tal­markt investiert ist, hat alles richtig gemacht — denn bei ein­er kon­tinuier­lichen Investi­tion in den S&P 500 kon­nte sei­ther eine Ren­dite von ca. 300% erzielt wer­den.
Mit dieser Entwick­lung befind­en wir uns in den USA seit 100 Monat­en in einem Bul­len­markt. Dies ist somit der drittprof­ita­bel­ste und zweitläng­ste Bul­len­markt seit dem Ende der Großen Depres­sion. Der läng­ste Bul­len­markt war sog­ar ganze zweiein­halb Jahre länger und mit 476% deut­lich rentabler. Ist da vielle­icht noch Luft nach oben? Eine alte Börsen­weisheit lautet immer­hin: “Bul­len­märk­te ster­ben nicht an Alter­sar­mut”.

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Nun zu den wichtig­sten Eck­dat­en des Quar­tals: Der DAX erzielte zwis­chen April und Ende Juni eine Ren­dite von 4,2%, während der bre­it gestreute amerikanis­che Aktienin­dex S&P 500 im gle­ichen Zeitraum um 2,9% zulegte. Ins­beson­dere der amerikanis­che Markt entwick­elte sich also über­pro­por­tion­al gut. Am stärk­sten fiel die Erhol­ung bei den Tech­nolo­giew­erten im NASDAQ aus: Dieser legte seit Anfang April um 7,0% zu und kon­nte so an die pos­i­tive Entwick­lung der let­zten Jahre anknüpfen. Vor allem die zu Beginn des Jahres beschlossene Unternehmenss­teuer­reform in den USA trug maßge­blich zu diesem Erfolg bei. Die soge­nan­nten FAANG (Face­book, Ama­zon, Apple, Net­flix, Google) kon­nten durch die Steuersenkung bish­er im Aus­land gelagerte Bar­reser­ven kostengün­stig zurück in die Vere­inigten Staat­en führen und somit langfristig ihre Steuer­aufwen­dun­gen ver­ringern.

Auch in Europa blieb das Wach­s­tum­sum­feld im zweit­en Quar­tal pos­i­tiv, allerd­ings befind­et sich der Wirtschaft­szyk­lus der Euro­zone kon­junk­turell zeitlich unge­fähr zwei Jahre hin­ter dem der USA. Dies drückt sich unter anderem in der immer stärk­er auseinan­der drif­ten­den Leitzin­sen­twick­lung aus. Während die amerikanis­che Zen­tral­bank Fed die Zin­swende fast abgeschlossen hat, liegt der Ref­erenzzinssatz der Europäis­chen Zen­tral­bank weit­er­hin bei Null Prozent. Das Niedrigzin­sum­feld wirkt sich allerd­ings weit­er­hin pos­i­tiv auf das Investi­tion­skli­ma in der Euro­zone aus.  Auch der dro­hende Han­del­skrieg mit den USA und der Sieg der pop­ulis­tis­chen Lega und der Fünf-Sterne Bewe­gung in Ital­ien kon­nte das pos­i­tive Kon­junk­tu­rum­feld nicht ein­trüben. Davon prof­i­tieren die nationalen Aktienin­dizes und der europäis­che Leitin­dex EuroStoxx 50, der im zweit­en Quar­tal um 1,0% stieg.

Lediglich die Emerg­ing Mark­tes kon­nten das Momen­tum nicht nutzen. Der dro­hende Han­del­skrieg in Verbindug mit ein­er Aufw­er­tung des US-Dol­lars im Ver­gle­ich­szeitraum führte zu Ver­lus­ten im MSCI Emerg­ing Mar­ket Index. Dieser ver­lor seit Quar­tals­be­ginn 4,1%.

Auswirkungen auf die Ginmon-Portfolios

Von dem pos­i­tiv­en Kap­i­tal­mark­tum­feld kon­nten alle Gin­mon Port­fo­lios prof­i­tieren. So kon­nten die Port­fo­lios bis zu 5,8% (nach Kosten) erzie­len. Auch auf rol­lieren­der Jahres­ba­sis schnit­ten die Gin­mon Port­fo­lios her­vor­ra­gend ab. Kein Wun­der also, dass Gin­mon im Echt­geld Test von brokervergleich.de wiedere­in­mal zum Ren­ditecham­pi­on unter den deutschen  Robo-Advi­sorn gekürt wurde.

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Der bish­erige Ver­lauf der Kap­i­talmärk­te in diesem Jahr zeigt uns vor allem eins: Der Ver­mö­gen­sauf­bau ist ein langfristiges Pro­jekt, bei dem man sich von kurzfristi­gen Sturm­böen nicht vom Kurs abbrin­gen lassen darf. Jed­er Anleger, der nach dem spek­takulären “Flash-Crash” sein Invest­ment aufgelöst hat, wird sich sicher­lich geärg­ert haben. Denn die in diesem Zeitraum ent­stande­nen Ver­luste sind schon lange wieder einge­holt. Kun­den, die den Ein­bruch für weit­ere Ein­zahlun­gen genutzt haben, kon­nten sich zudem über niedrige Ein­stiegskurse freuen. Um den Effekt dieser tem­porären Kor­rek­turen auf die Port­fo­lios unser­er Kun­den best­möglich auszu­gle­ichen empfehlen wir die Ein­rich­tung eines Spar­plans und die Investi­tion großer Ein­mal­be­träge nach der soge­nan­nten 10er-Regel. Hier­bei wird der Betrag in zehn gle­ich große Ein­heit­en aufgeteilt, die in jew­eils zehn aufeinan­der­fol­gen­den Monat­en investiert wer­den. Dadurch wer­den kurzfristige Wertschwankun­gen, wie zu Beginn des Jahres, opti­mal aus­geglichen, da Anleger sich den durch­schnit­tlichen Kurs der kom­menden zehn Monate sich­ern kön­nen.

Unternehmensentwicklung

Nach einem hal­ben Jahr Entwick­lung durften wir Ihnen eine neue und verbesserte Ver­sion von Apeiron­s­e­lect, Kernbe­standteil unser­er Port­fo­liotech­nolo­gie Ape­iron®, präsen­tieren. Mit der Umstel­lung wer­den zukün­ftig knapp 12.000 Einzelti­tel in die Port­fo­lios aufgenom­men. Auch die Anlageklassen wer­den um Rohstoffe und Immo­bilien erweit­ert. Hier­durch wird die Diver­si­fika­tion und die Sicher­heit weit­er erhöht, bei gle­ichzeit­ig sink­enden Kosten.
Seit April hat sich das Gin­mon Team auch per­son­ell ver­stärkt. Mit Stephan M. Schröter als neuen Chief Busi­ness Devel­op­ment Offi­cer wer­den bei Gin­mon kün­ftig Koop­er­a­tio­nen im B2B-Bere­ich vor­angetrieben. Als ehe­ma­liger Man­ag­ing Direc­tor bei der Cit­i­group ver­fügt er über ein bre­ites Net­zw­erk in der Finanzin­dus­trie. Der aus­gewiesene Experte wird sich vor­wiegend um die Entwick­lung und Umset­zung neuer Geschäfts- und Pri­vatkun­den-Strate­gien küm­mern und ist der erste Ansprech­part­ner für mögliche Koop­er­a­tionspart­ner.

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