Das erste Quar­tal des Jahres 2018 startete milde gesagt tur­bu­lent. Gle­ich zu Beginn kon­nten die Aktien­märk­te den Wach­s­tum­strend aus dem Jahr 2017 zunächst fort­set­zen. Sowohl der DAX wie auch der S&P 500 verze­ich­neten im Jan­u­ar fast täglich neue Höch­st­stän­den, bis der spek­takuläre “Flash-Crash” vom 5. Feb­ru­ar dem Bul­len­markt vor­erst ein Ende bere­it­ete und eine Phase erhöhter Kurss­chwankun­gen ein­leit­ete. Beson­ders in diesen volatilen Zeit­en gilt: “Börse ist, Ner­ven dort zu behal­ten, wo sie andere ver­lieren”. Deshalb gehen wir in unserem Quar­tals­bericht auf die wichtig­sten Ereignisse an den Kap­i­talmärk­ten ein und analysieren deren Auswirkung auf die Per­for­mance der Gin­mon Port­fo­lios. Wie gewohnt schließen wir mit einem Update über die wichtig­sten Unternehmens-Meilen­steine des ersten Quar­tals 2018 ab.

Das Wichtig­ste in Kürze
  • Der pos­i­tive Trend aus dem Jahr 2017 kon­nte zunächst auch zu Beginn 2018 fort­ge­set­zt wer­den, bis der “Flash-Crash” vom 5. Feb­ru­ar die Ner­vosität der Anleger schürte. Es fol­gte eine Phase höher­er Volatil­ität, der sich auch die Gin­mon-Port­fo­lios nicht entziehen kon­nten und so im ersten Quar­tal eine Per­for­mance zwis­chen -1,2% und -3,6% vor Kosten verze­ich­neten.
  • Auf­grund des antizyk­lis­chen Invest­men­tansatzes und der Investi­tion in kleine und niedrig bew­ertete Unternehmen erziel­ten unsere Port­fo­lios eine bessere Per­for­mance als der MSCI, der mit -4,1% Ren­dite das Quar­tal abschloss. Auch der DAX schloss das Quar­tal mit ein­er neg­a­tiv­en Per­for­mance von -6,8% ab, nach­dem er noch im Jan­u­ar ein neuer Höch­st­stand von 13.559 Punk­ten verze­ich­nete.
  • Die Pro­tek­tion­is­mus-Maß­nah­men von Präsi­dent Trump (“Han­del­skrieg”) sorgten in der zweit­en Hälfte des Quar­tals für weit­ere Unruhe auf den Kap­i­talmärk­ten, die bis heute anhal­ten.

Die Kapitalmarktentwicklung im ersten Quartal 2018: Die Volatilität kehrt zurück

Die wichtig­ste Erken­nt­nis zuerst: Nach ein­er fast zwei­jähri­gen Phase mit his­torisch gerin­gen Aktien­mark­tschwankun­gen hat sich die Volatil­ität seit dem 5. Feb­ru­ar an den Märk­ten zurück­gemeldet. Der spek­takuläre “Flash-Crash” sorgte für große medi­ale Aufmerk­samkeit und erre­ichte auch diejeni­gen, die sich son­st nicht mit den Kap­i­talmärk­ten auseinan­der­set­zen. Ein Blick auf den „Chica­go Board Options Exchange Volatil­i­ty Index“, den soge­nan­nten VIX oder umgangssprach­lich bess­er bekan­nt als „Angstindika­tor“, bestätigt diese Erken­nt­nis. Denn der Index drückt die prog­nos­tizierte zukün­ftige Schwankung des amerikanis­chen Aktienin­dex S&P 500 über die kom­menden 30 Tage in Prozent aus und spiegelt somit die Erwartun­gen der Finanz­mark­t­ex­perten über die voraus­sichtliche Schwankungs­bre­ite der Aktienkurse wider. 

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Nach­dem das Volatil­itäts­barom­e­ter Mitte Jan­u­ar einen his­torischen Tief­st­stand von 9,1% erre­ichte, führte der „Flash-Crash“ Anfang Feb­ru­ar zu einem Anstieg des Index auf über 37% und sig­nal­isierte eine zunehmende Unsicher­heit der Mark­t­teil­nehmer.
Verur­sacht wurde der plöt­zliche Anstieg der Volatil­ität und der damit ein­herge­hende kurzzeit­ige Rück­gang der Aktienkurse iro­nis­cher­weise durch pos­i­tive Arbeits­mark­t­dat­en aus den USA. Ein solid­er Anstieg des Lohnwach­s­tums und ein stark­er Rück­gang der Arbeit­slosen­quote schürten die bere­its beste­hen­den Infla­tion­säng­ste und die damit ver­bun­de­nen Befürch­tun­gen vor ein­er schnelleren Leitzin­ser­höhung durch die amerikanis­che Zen­tral­bank. Zahlre­iche Anleger schlossen daraufhin ihre Posi­tio­nen und die Aktienkurse brachen schla­gar­tig ein. Doch bere­its der darauf­fol­gende Arbeits­mark­tre­port rev­i­dierte das starke Lohnwach­s­tum auf lediglich 2,6% statt den ursprünglichen 2,9%. Daraufhin legte der amerikanis­che Aktienin­dex seit seinem Tief­punkt Anfang Feb­ru­ar bis zum Ende des Quar­tals um mehr als 2,0% zu. Auch die Gin­mon Port­fo­lios kon­nten sich von diesem kurzzeit­i­gen Rück­set­zer schnell erholen: So erzielte die Anlages­trate­gie 9 seit Anfang Feb­ru­ar bere­its eine Ren­dite von 1,6% nach Kosten.
Gegen Ende des ersten Quar­tals führte die zunehmende Angst der Kap­i­tal­mark­tak­teure vor einem aufk­om­menden Han­del­skrieg zwis­chen den USA und Chi­na zur erneuten Unsicher­heit. Nach der Ankündi­gung der US-Regierung, Strafzölle einzuführen, reagierte die chi­ne­sis­che Regierung ihrer­seits mit ver­stärk­ten Han­delshemm­nis­sen auf US-Importe. Die pro­tek­tion­is­tis­chen Maß­nah­men betr­e­f­fen jedoch einen ver­hält­nis­mäßig gerin­gen Anteil des Han­delsvol­u­mens der bei­den Natio­nen und sind somit für die bre­it diver­si­fizierten Gin­mon Port­fo­lios ver­nach­läs­sig­bar. Auch die ökonomis­chen Fun­da­men­tal­dat­en sprechen keineswegs für einen neg­a­tiv­en Kap­i­tal­mark­taus­blick: Das Wirtschaftswach­s­tum in der EU kon­nte sich bei ca. 2,0% sta­bil­isieren, zahlre­iche amerikanis­che Unternehmen erziel­ten durch die Son­der­ef­fek­te der US-Unternehmenss­teuer­reform pos­i­tive Quar­talsergeb­nisse und eine Eini­gung in den Brex­it Ver­hand­lun­gen rückt in greif­bare Nähe.
Bleiben Sie also investiert: Denn wer in diesen psy­chol­o­gisch getriebe­nen Mark­t­phasen verkauft, wird dies langfristig bereuen. Solche Phasen bieten durch die gün­stige Bew­er­tung viel­er Anlageklassen opti­male Kaufgele­gen­heit­en für ratio­nale Anleger.
Gin­mons antizyk­lis­ch­er Invest­men­tansatz kommt in solch volatilen Mark­t­phasen beson­ders zu tra­gen, da er in schwank­enden Märk­ten von den niedrigeren Ein­stiegspreisen prof­i­tiert. Zahlre­iche Anleger haben zudem die Chance ergrif­f­en, um in ihre Port­fo­lios nachzuin­vestieren.  

Die Entwicklung der Ginmon Portfolios

Die Kursrück­set­zer im ersten Quar­tal 2018 spiegel­ten sich in der Per­for­mance der Gin­mon Port­fo­lios wieder. So lag die Ren­dite unser­er kon­ser­v­a­tiv­en Anlages­trate­gie 3 mit -1,8% nach Kosten erst­mals seit Mitte des let­zten Jahres im neg­a­tiv­en Bere­ich. Port­fo­lios mit ein­er höheren Aktien­quote waren stärk­er von den kurzfristi­gen Mark­tschwankun­gen betrof­fen: Die Quar­talsper­for­mance der Anlages­trate­gie 9 fiel um 3,4% und büßte damit die hohen Gewinne des vierten Quar­tals 2017 wieder ein. Auf Jahres­sicht lagen die Gin­mon Port­fo­lios durch die neg­a­tive Per­for­mance im ersten Quar­tal 2018 und dem Kursrück­set­zer im zweit­en Quar­tal 2017 eben­falls im neg­a­tiv­en Ren­dite­bere­ich. Unsere Port­fo­lios erziel­ten jedoch auf­grund des antizyk­lis­chen Invest­men­tansatz immer noch eine deut­lich bessere Jahres­ren­dite als der DAX: Dieser ver­lor im Ver­gle­ich­szeitraum mehr als 6,8%.

Unternehmensentwicklung

Im Gegen­satz zu den Entwick­lun­gen an den Aktien­märk­ten set­zte sich der Erfol­gskurs bei Gin­mon im Jahr 2018 fort. Nach der Verkün­dung unser­er inter­na­tionalen Expan­sion, kon­nten wir nur wenige Monate später unsere Koop­er­a­tionspart­ner­schaft mit der Börse Stuttgart bekan­nt geben. Durch die Koop­er­a­tion mit einem der größten Börsen­be­treiber Europas kön­nen wir ab sofort unser Anlagekonzept einem noch bre­it­eren Kun­den­spek­trum zur Ver­fü­gung stellen. Die Börse Stuttgart bietet ihrer­seits nun mit der Part­ner­schaft ihren Anlegern eine pro­fes­sionelle Lösung für den langfristi­gen Ver­mö­gen­sauf­bau an.
Auch unser Tech Team hat sich per­son­ell ver­stärkt. Zu Beginn des Jahres kon­nten wir den ehe­ma­lige Senior Cloud Archi­tect Dmitriy Fot, der zuvor bei Ama­zon Web Ser­vices tätig war, als neuen Chief Tech­nol­o­gy Offi­cer für Gin­mon gewin­nen. Neben dem Aus­bau der Cloud Infra­struk­tur wird Fot die Weit­er­en­twick­lung der pro­pri­etären Gin­mon Tech­nolo­gieplat­tform Ape­iron vorantreiben.

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