Das Wichtig­ste in Kürze
  • Eine Alloka­tion in Immo­bilien und Rohstoffe bietet mark­tun­ab­hängige Ren­diten.
  • Auf­grund der niedri­gen Kor­re­la­tio­nen mit anderen Anlageklassen erhöht sich die Diver­si­fika­tion der Port­fo­lios.
  • Bei­de Anlageklassen bieten erhöht­en Schutz vor Infla­tion­srisiken.

Zwei neue Anlageklassen für die Ginmon-Portfolios

Nach den Worten des Nobel­preisträgers Prof. Har­ry Markowitz ist Diver­si­fika­tion das Einzige, was einem Investor beim Investieren tat­säch­lich geschenkt wer­den würde. Diese ermöglicht näm­lich eine Risiko­re­duk­tion ohne dabei die durch­schnit­tliche erwartete Ren­dite zu min­dern. Hierzu ist jedoch eine bre­ite Alloka­tion über Län­der, Branchen und Anlageklassen hin­weg uner­lässlich. Um unsere Strate­gien noch aus­geglich­en­er und stress­re­sisten­ter zu machen, haben wir im ver­gan­genen Jahr Immo­bilien und Rohstoffe als neue Anlageklassen aufgenom­men und damit die Anzahl der Anlageklassen ver­dop­pelt. Dadurch wurde die Diver­si­fika­tion der Gin­mon-Port­fo­lios erhe­blich erhöht.

Immo­bilien und Rohstof­fen weisen rel­a­tiv geringe Kor­re­la­tio­nen mit Aktien und Anlei­hen auf und sor­gen darüber hin­aus für eine erhöhte Diver­si­fika­tion außer­halb beste­hen­der Port­fo­lios. Da sowohl Mieten, als auch Rohstoff­preise üblicher­weise mit der Infla­tion ansteigen, bieten die neu hinzuge­fügten Anlageklassen auch einen verbesserten Schutz vor Infla­tion­srisiken.

Quelle: Gin­mon, Kor­re­la­tion der von Gin­mon einge­set­zten ETFs von 2006–2018, gle­ichgewichtet pro Anlageklasse

Immobilien: Auch in fallenden Märkten eine stabile Rendite

Immo­bilien weisen Ähn­lichkeit­en mit sowohl Aktien, als auch Anlei­hen auf. Läuft die Wirtschaft gut, steigen nor­maler­weise Immo­bilien­preise und Mieten. In fal­l­en­den Märk­ten haben Sie jedoch den Vorteil, dass Sie weniger anfäl­lig für Kur­sein­brüche sind, da Mietein­nah­men einen regelmäßi­gen Einkom­mensstrom garantieren — ähn­lich wie bei ein­er Anlei­he.

Im Port­fo­liokon­text ist das von großer Bedeu­tung, da auf­grund dieser rel­a­tiv sicheren Zahlungsströme Immo­bilien­ak­tien für gewöhn­lich hohe Div­i­den­den auss­chüt­ten und selb­st in schwächeren Mark­t­phasen ein regelmäßiges Einkom­men bieten. Durch die Auf­nahme von Immo­bilien sind Sie somit auch in fal­l­en­den Märk­ten bestens aufgestellt.

Rohstoffe: Marktunabhängige Renditen erwirtschaften

Rohstoffe sind bere­its in sich selb­st eine bre­it diver­si­fizierte Anlageklasse, da sie Energierohstoffe wie Öl oder Gas, Indus­triemet­alle wie Alu­mini­um, oder auch Gold oder Sil­ber abdeck­en. Nahrungsmit­tel schließen wir als Bestandteil unser­er Rohstoff-Alloka­tion übri­gens expliz­it aus. Wis­senschaftliche Stu­di­en (wie beispiel­sweise Bessler und Wolff (2015)) haben bewiesen, dass Nahrungsmit­tel so gut wie keinen pos­i­tiv­en Effekt auf die Port­fo­lioal­loka­tion haben.

Jed­er einzelne Rohstoff wird von unter­schiedlichen Fak­toren getrieben, welche jew­eils unab­hängig sowohl voneinan­der, als auch von anderen Anlageklassen wie Aktien oder Anlei­hen sind. Gas beispiel­sweise wird vornehm­lich zum Heizen ver­wen­det, weshalb Ange­bot und Nach­frage stark vom Wet­ter abhän­gen. Stahl hinge­gen wird ins­beson­dere in der Bauwirtschaft ver­wen­det, während sich Kupfer in qua­si jedem Elek­tron­ikar­tikel wiederfind­et. Edel­met­alle wie Gold auf der anderen Seite gel­ten als sicher­er Hafen in unruhi­gen Zeit­en.

Rohstoffe vs. Rohstoff-Aktien = Heute vs. Morgen

Über unsere Aktien-Alloka­tion sind Sie bere­its in sämtliche glob­ale Rohstof­fun­ternehmen, wie etwa Shell, Exxon Mobil und BP investiert. Doch warum ist eine Investi­tion in Rohstoffe selb­st über­haupt notwendig?

Anders als man ver­muten würde ver­hal­ten sich Rohstoffe und Aktien von Rohstof­fun­ternehmen äußerst unter­schiedlich. Das liegt daran, dass die Aktien­märk­te grund­sät­zlich vorauss­chauend sind. Die Kurse bewe­gen sich also haupt­säch­lich auf­grund von erwarteten Gewin­nen, nicht auf­grund der aktuellen Gewinne. Bei Rohstof­fen ist dies anders. Da diese haupt­säch­lich vom aktuellen Ange­bot und Nach­frage getrieben sind, spiegeln Rohstoff­preise eher das Hier und Jet­zt wieder.

Dies zeigt sich auch an den Kor­re­la­tio­nen von Rohstof­fak­tien und Rohstoff­preisen, welche in der Ver­gan­gen­heit äußerst ger­ing und teil­weise sog­ar neg­a­tiv waren. His­torisch gese­hen hat es sich also gelohnt, ein Port­fo­lio aus Rohstof­fak­tien durch eine Investi­tion in Rohstoffe selb­st zu ergänzen.

Quelle: Gin­mon, Kor­re­la­tion mit dem Bloomberg Com­mod­i­ty Total Return Index in EUR, 01/2008 — 03/2019

Investieren in Rohstoffe: Goldbarren unterm Bett und Ölfässer im Garten?

Investi­tio­nen in Rohstoffe sind im Ver­gle­ich zu anderen Anlageklassen eine Sache für sich. Eine Anlei­he kann man tat­säch­lich physisch besitzen. Früher gab es diese noch in Papier­form und die regelmäßi­gen Kupon­zahlun­gen waren abtrennbare Papier­streifen, die man zu den entsprechen­den Stich­ta­gen einzeln abreißen und zur Bank brin­gen musste.

Bei Gin­mon set­zen wir vor allem auf physisch replizierende ETFs. Dies bedeutet, dass der ETF auch wirk­lich die Werte hält, die im entsprechen­den Index enthal­ten sind. Der Vorteil ein­er solchen Rep­lika­tion liegt darin, dass bei einem Aus­fall des Emit­ten­ten der Wert des Wert­pa­piers hier­von nicht betrof­fen ist, da die Aktie oder die Anlei­he ja tat­säch­lich als Wert hin­ter­legt sind.

Bei ein­er Investi­tion in Rohstoffe ist ein “physis­ch­er” Besitz jedoch weniger wün­schenswert — schließlich möchte nie­mand ein Fass Rohöl oder eine Tonne Kupfer zu Hause ste­hen haben, noch hat unsere Part­ner­bank aus­re­ichend Platz um dies für Sie treuhän­derisch zu ver­wahren. Ein Invest­ment in Rohstoffe ist daher nur über soge­nan­nte Ter­minkon­trak­te möglich. Diese sind im Grunde genom­men Verträge über die Liefer­ung eines Rohstoffs, z.B. eines Fass­es Rohöl, zu einem bes­timmten Zeit­punkt für einen bes­timmten Preis. Der einzige Unter­schied ist, dass diese Ter­minkon­trak­te an der Börse gehan­delt wer­den. Der Kurs des Ter­minkon­trak­tes gibt dabei an, zu welchem Preis der Rohstoff am Tag der Liefer­ung den Besitzer wech­selt. Rohstoffin­d­izes bilden let­z­tendlich die Wer­ten­twick­lung eben­solch­er Ter­minkon­trak­te ab.

Pacif­ic Rail­road Anlei­he mit abtrennbaren Kupons am unteren Rand, aus­gestellt 1865
Quelle: Wikipedia, Link

Wollte ein ETF also einen Rohstoffind­ex physisch abbilden, müsste er die jew­eili­gen Kon­trak­te kaufen. Dies ist jedoch für Invest­ment­fonds wenig erstrebenswert, da bei Ablauf des Ter­minkon­trak­tes der Rohstoff tat­säch­lich geliefert wer­den würde.

So kur­siert in den USA die Geschichte eines Händlers, der es ver­passt hat­te, eine Rohstoff­po­si­tion rechtzeit­ig zu schließen und fol­gerichtig 36 Ton­nen Lebend­vieh geliefert bekam, was in etwa 57 bis 66 aus­gewach­se­nen Rindern entspricht (Hull, 2017). Dies ist unter anderem der Grund, warum bei Investi­tio­nen in Rohstoffe eine physis­che Rep­lika­tion prob­lema­tisch wer­den kann und daher vorherrschend auf syn­thetis­che Rep­lika­tion geset­zt wird.

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