Die Märk­te sind geplagt von Ungewis­sheit. Die Präsi­dentschaftswahlen in den USA sind immer schon ein Event gewe­sen, das einen gewis­sen Ein­fluss auf die Entwick­lun­gen an den Börsen gehabt hat. Die Wahl zum 45. Präsi­den­ten ist jedoch in viel­er Hin­sicht außergewöhn­lich. Bei­de Kan­di­dat­en haben mit umfassenden Prob­le­men zu kämpfen. Man kön­nte die Frage stellen, ob ein­er von Ihnen auch nur eine Chance hätte, wenn sein Gegenüber nicht eben­falls so zahlre­iche Angriff­spunk­te zu bieten hätte. Die wahrschein­lich häu­fig­ste Antwort auf die Frage, warum der eine Kan­di­dat Präsi­dent wer­den sollte, sind die Unzulänglichkeit­en des jew­eils anderen.

Don­ald Trump ringt sich so häu­fig und mit ein­er — schein­bar einige Wäh­ler beein­druck­enden — Kon­se­quenz zu Aus­sagen durch, die ras­sis­tisch, unter der Gürtellinie (ins­beson­dere von Frauen) oder schlichtweg nicht wahrheits­gemäß sind. Hillary Clin­ton hinge­gen kämpft mit ihrer — erst Anfang dieser Woche wieder aufgewärmten — E-Mail Affäre, den Vor­wür­fen Teil eines kor­rupten Estab­lish­ments zu sein und Kriegstreiberei zu betreiben.

Die Anspannung ist spürbar

Der Aus­gang dieses bish­er einzi­gar­ti­gen Wahlkampfes bleibt auch daher wohl ungewiss. Die Prog­nosen zeigen zwar eine gewisse Ten­denz in Rich­tung Hillary Clin­ton, aber es darf nicht vergessen wer­den: Viele Regeln, die bis­lang als ungeschriebene Geset­ze des Erfol­gs gegolten haben, sind in den let­zten Monat­en gefall­en. Wie falsch Prog­nosen liegen kön­nen, zeigt die Geschichte immer wieder. Der oft als höchst unwahrschein­lich beze­ich­nete Brex­it ist vie­len noch sehr gut in Erin­nerung.

Diese Ungewis­sheit ist es auch, die einen solch großen Ein­fluss auf die Märk­te hat. Es ste­hen sich zwei Kan­di­dat­en gegenüber, die in vie­len Bere­ichen und ins­beson­dere auch in wirtschaft­spoli­tis­ch­er Hin­sicht sehr unter­schiedliche Mei­n­un­gen vertreten. Auch die Mei­n­un­gen über den Aus­gang der Wahl und den Ein­fluss auf die Wer­ten­twick­lung der Börsen unter­schei­den sich.
Bere­its die Prog­nosen über den Aus­gang sind sehr kom­plex und liegen oft­mals falsch. Eine Abschätzung des Ein­flusses eines Präsi­den­ten auf das Wirtschaftssys­tem ist ungle­ich kom­plex­er. Ins­beson­dere eines Präsi­den­ten, der inner­halb eines demokratis­chen Sys­tems agiert und dessen Durch­set­zungsmöglichkeit­en indi­vidu­eller Vorstel­lun­gen dadurch begren­zt ist. Dass indi­vidu­elle Vorstel­lun­gen von Men­schen im All­ge­meinen und ins­beson­dere von Poli­tik­ern nicht in Stein gemeißelt sind, ver­stärkt die Unsicher­heit nochmals.

Weltportfolios lassen sich auch von einem US-Präsidenten nicht beeindrucken

Ver­sucht man dann eine solche Prog­nose zu han­deln, also an der Börse daraus Prof­it zu schla­gen, mutet man sich selb­st noch mehr zu. Impliz­it unter­stellt man damit näm­lich die kollek­tive Intel­li­genz der Märk­te schla­gen zu kön­nen. Man nimmt an, seine eigene Prog­nose über Aus­gang und Ein­fluss der Wahl sei präzis­er als die Analy­sen von Mil­lio­nen von Mark­t­teil­nehmer, die sich über den Preis­mech­a­nis­mus auf eine Abschätzung ver­ständi­gen. Es ist grund­sät­zlich sehr unwahrschein­lich, dass es ein­er Einzelper­son gelingt, diese kollek­tive Intel­li­genz zu schla­gen. Ins­beson­dere langfristig. Dieses Argu­ment ist empirisch und the­o­retisch umfassend bestätigt.

Anstatt oft kost­spielige und grund­sät­zlich unsichere Prog­nosen zu liefern, sollte sich Ver­mö­gen­sauf­bau daher eben diese kollek­tive Intel­li­genz zu Nutze machen. Eine prog­nose­freie Rep­lika­tion eines möglichst bre­it­en Mark­tes ermöglicht es, an den Ein­schätzun­gen des Mark­tes zu ver­schiede­nen Trends und Phänome­nen zu par­tizip­ieren. Zusät­zlich dazu macht sich der Ein­fluss eines lokalen Events, wie der US Präsi­dentschaftswahl oder des Brex­its bei ein­er umfassenden Streu­ung meist nur wenig bemerk­bar. Deswe­gen investieren Sie mit Gin­mon in ein Welt­port­fo­lio aus über 10.000 Unternehmen in 47 Län­dern. Mit einem solchen Port­fo­lio kön­nen Sie — zumin­d­est in finanzieller Hin­sicht — gelassen etwaigen Ein­flüssen eines solchen poli­tis­chen Events ent­ge­gense­hen.

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