Sell in May and go away, but remem­ber to come back in Sep­tem­ber” — eine der wohl pop­ulärsten Börsen­weisheit­en scheint jedes Jahr aufs Neue auf reges Inter­esse zu stoßen. Doch trifft diese auch auf die Real­ität zu? Und welche Rolle spie­len schein­bare Kap­i­tal­mark­tanom­alien für die langfristige Gel­dan­lage? Wir erk­lären Ihnen, wie Sie sich durch Robo Advi­sor wie Gin­mon vor kurzfristi­gen Aus­reißern des Kap­i­tal­mark­ts schätzen kön­nen.

Worum geht’s?
  • Haben Kap­i­tal­mark­tanom­alien einen empirisch mess­baren Ein­fluss auf Kursver­läufe?
  • Warum kurzfristige Aus­reißer der Aktienkurse abso­lut unprob­lema­tisch für die langfristige Gel­dan­lage sind
  • Wie Sie sich mit Robo Advi­sorn wie Gin­mon der Prob­lematik des Mar­ket Tim­ing entziehen kön­nen

Laut ein­er Studie der Lan­des­bank Baden-Würt­tem­berg lohnt sich der Ausstieg aus dem Aktien­markt zwis­chen Mai und Sep­tem­ber. In einem Zeitraum von 42 Jahren ist der Sep­tem­ber mit einem Minus von 2,1 Prozent tat­säch­lich der ren­diteschwäch­ste Monat des DAX, gefol­gt vom Mai mit durch­schnit­tlich Minus 0,5 Prozent. Ana­lysten der DZ Bank kon­nten in Ihrer kür­zlich pub­lizierten Studie bele­gen, dass der DAX seit 1960 in der Zeit von Okto­ber bis April um durch­schnit­tlich 1,1 Prozent pro Monat gewach­sen ist und sich somit bess­er entwick­elte als im Zeitraum von Mai bis Sep­tem­ber (im Schnitt plus 0,1 Prozent monatlich).

Der Juli hinge­gen ist laut DZ Bank his­torisch gese­hen sog­ar ein­er der stärk­sten Monate im Jahresver­lauf. Eine aus­geprägte Kor­rek­tur gemäß der Börsen­weisheit sieht defin­i­tiv anders aus.

Börsenweisheit ohne Garantie

Das Som­mer­loch als ren­diteschwache Phase kann über einen lan­gen Zeitraum zwar sta­tis­tisch belegt wer­den, allerd­ings ist es offen­sichtlich, dass ein­ma­lige Ereignisse die Sta­tis­tik verz­er­rt haben. Egal ob die Asienkrise im Som­mer 1997, die Rus­s­land­krise im August 1998, die Finanzkrise in Folge der Lehman-Pleite im Sep­tem­ber 2008 oder die Euro-Staatss­chuldenkrise im Sep­tem­ber 2011: Auch wenn der tem­poräre Ren­di­te­ef­fekt im Nach­hinein mess­bar ist, kann das Ein­treten der zukün­fti­gen Under­per­for­mance niemals garantiert wer­den. Eben­so gibt es viele Beispiele für gute Som­mer­monate am Kap­i­tal­markt, ins­beson­dere in den Fol­ge­jahren von Rezes­sio­nen wie 2003 und 2009. Die oben genan­nte Börsen­weisheit ist somit nicht all­ge­me­ingültig und entspricht kein­er höheren Ren­dite, die langfristig sich­er ist, son­dern vielmehr ein­er Wette gegen den Markt.

Hin und her macht Taschen leer”

Auch wenn die Börsen­weisheit des Som­mer­lochs nicht immer erfol­gsver­sprechend anwend­bar ist, wird sie den­noch seit jeher von vie­len Finanz­di­en­stleis­tern den Kun­den ange­priesen und dementsprechend regelmäßig durchge­führt. Dies hat einen entschei­den­den Grund: Durch die häu­fige Umschich­tung der Port­fo­lios bzw. das Trans­ferieren der einzel­nen Finanzin­stru­mente kön­nen höhere Pro­vi­sio­nen und Gebühren ver­langt wer­den. So erre­ichen viele Finanz­di­en­stleis­ter einen höheren Ertrag pro Kun­den durch steigende Transak­tion­skosten. Gle­ichzeit­ig wird die Ren­dite des Kun­den im Durch­schnitt geschmälert, selb­st wenn die Mark­t­per­for­mance während des Som­mers tat­säch­lich ein­mal nach­lassen sollte.

Der perfekte Zeitpunkt zum Einstieg am Kapitalmarkt: Jetzt!

Grund­sät­zlich ist ein gutes Tim­ing an der Börse — “also der per­fek­te Ein­stiegs- und Ausstiegszeit­punkt“ -
viel mehr zufall- als regel­basiert. Dem­nach sind Hoch- und Tief­punk­te der Märk­te lediglich kurzfristige Erschei­n­un­gen, in denen das Gle­ichgewicht z.B. durch panis­che Transak­tio­nen der Mark­t­teil­nehmer aus den Fugen gerät. Langfristig haben diese Aus­reißer extremer Volatil­ität allerd­ings keine allzu großen Auswirkun­gen. Der DAX beispiel­sweise kon­nte in den let­zten 50 Jahren um durch­schnit­tlich 7,8 % pro Jahr zule­gen, der Dow Jones ver­buchte seit 1980 ein Wach­s­tum von durch­schnit­tlich 9 % pro Jahr. Wer sein Ver­mö­gen effek­tiv auf­bauen möchte, sollte also langfristig investieren und nicht auf den Erfolg hek­tis­ch­er Kurz­schlüsse hof­fen, die oft­mals durch Über­reak­tio­nen des Mark­tes ini­ti­iert wer­den. Mit ein­er langfristig konzip­ierten Anlages­trate­gie kann man somit best­möglich an der zeitlichen Wer­ten­twick­lung des Mark­tes par­tizip­ieren.

Risikominimerung mithilfe von Diversifikation

Um als Anleger stets die best­mögliche Ren­dite bei min­i­malen Risiko zu erzie­len, bedarf es ein­er max­i­malen Risikostreu­ung. Diver­si­fika­tion ist dabei nach wie vor die wichtig­ste wis­senschaftlich erwiesene Meth­ode zur Risiko­re­duzierung, ohne die durch­schnit­tlich erwartete Ren­dite zu min­dern. Zurück­liegende Krisen wie die Dot­com-Blase Anfang der 2000er Jahre und im Zuge dessen ins­beson­dere der extreme Kursver­fall der so genan­nten “Volk­sak­tie” von Telekom haben gezeigt, dass die Investi­tio­nen in einzelne Finanzti­tel mit einem großen Risiko ver­bun­den sind. Je bre­it­er ein Port­fo­lio gestreut ist, desto geringer ist der Ein­fluss von Kurss­chwankun­gen einzel­ner Märk­te oder Akti­en­ti­tel auf die Port­fo­lioren­dite. Investiert man sein Geld in ein max­i­mal diver­si­fiziertes Welt­port­fo­lio, welch­es den gesamten Welt­markt wider­spiegelt, ist die Ren­dite ein­er ver­gle­ich­sweise gerin­gen Volatil­ität aus­ge­set­zt.

Optimales Risiko-Rendite-Verhältnis durch ETF-Portfolios

Exchange-trad­ed Funds, kurz ETFs, sind börsen­ge­han­delte Invest­ment­fonds und kön­nen sowohl ganze Indizes, wie zum Beispiel den DAX oder den Dow Jones, als auch einzelne Märk­te replizieren. Dabei sind ETFs pas­siv ver­wal­tete Fonds, d.h. die Zusam­menset­zung der Fonds ändert sich nur bei Indexverän­derun­gen bzw. um den entsprechen­den Index exakt nachzu­bilden.

Die Ver­wen­dung von ETFs ermöglicht nicht nur eine opti­male Diver­si­fika­tion, son­dern auch die Abbil­dung aller ver­füg­baren Infor­ma­tio­nen eines Mark­tes bzw. Index. Daher sind ETFs langfristig ren­ditestärk­er als einzelne Aktien oder aktiv ver­wal­tete Fonds (mehr dazu hier).

Gin­mon bietet Pri­vatan­legern als ein­er der führen­den deutschen Robo Advi­sor einen automa­tisierten ETF-Port­fo­lioman­ag­er an, um durch glob­al diver­si­fizierte ETFs das opti­male Risiko-Ren­dite-Ver­hält­nis zu erzie­len und langfristig und kostengün­stig Ver­mö­gen aufzubauen. Dabei basiert das wis­senschaftliche Konzept von Gin­mon auf dem Ansatz des nobel­preis­gekrön­ten Fama-French-Dreifak­toren­mod­ell von Prof. Eugene Fama und den Ansätzen von Prof. Har­ry Markowitz. Um dem Anleger dauer­haft die größt­mögliche Ren­dite gemäß sein­er per­sön­lichen Risikonei­gung zu ermöglichen, erfol­gt das dynamis­che Risiko­man­age­ment der Port­fo­lios durch Rebal­anc­ing und antizyk­lis­ches Investieren. Somit bleibt das indi­vidu­elle Risiko­pro­fil des Anlegers stets erhal­ten, auch wenn unter­schiedliche Anlageklassen mit der Zeit bzgl. ihrer Mark­t­per­for­mance schwanken. Weicht das Port­fo­lio zu sehr vom gewählten Risiko­pro­fil ab, wer­den unter­be­w­ertete Assetwerte gekauft und Über­be­w­ertete Assetwerte verkauft um opti­mal an den Mark­ten­twick­lun­gen par­tizip­ieren zu kön­nen.

Fazit

  • Börsen­weisheit­en wie “Sell in May and go away, but remem­ber to come back in Sep­tem­ber” garantieren keine erfol­gre­iche Adap­tion auf zukün­ftige Investi­tion­spe­ri­o­den
  • Emo­tionales Han­deln am Kap­i­tal­markt schmälert die Ren­dite und erzeugt höhere Transak­tion­skosten
  • Zuver­läs­siger Ver­mö­gen­sauf­bau funk­tion­iert nur durch einen langfristi­gen Anlage­hor­i­zont
  • Pri­vatan­leger soll­ten Ihre Port­fo­lios max­i­mal bre­it diver­si­fizieren um das Risiko zu min­imieren

Mit dem automa­tisierten ETF-Port­fo­lioman­ag­er von Gin­mon sind Pri­vatan­leger unab­hängig von Ihrer Anlage­summe stets opti­mal investiert und ste­hen am Kap­i­tal­markt nicht im Regen, egal zu welch­er Jahreszeit.

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