Was tun, wenn die Aktienmärkte nachgeben? - So schützen Sie sich vor Verlusten.

Durch falsche Anlagestrategien in schlechten Börsenphasen verlieren Anlegerinnen und Anleger oftmals viel Geld. Wir zeigen Ihnen, auf was Sie bei fallenden Aktienmärkten achten sollten.

Worum geht’s?

  • Der Versuch durch vorzeitige Verkäufe den Aktienmarkt zu schlagen, ist mit erheblichen Risiken verbunden.
  • Um Erfolg an den Aktienmärkten zu haben, sollten Sie langfristig investieren (min. 5 Jahre).
  • Mithilfe einer global diversifizierten Anlagestrategie minimieren Sie Ihr Risiko von Krisen einzelner Märkte, Unternehmen oder Industrien betroffen zu sein.

Die jüngsten Entwicklungen schüren unter vielen Anlegerinnen und Anlegern die Sorge, dass die Aktienkurse demnächst nachgeben. In einem solchen Marktumfeld fällt es vielen Menschen schwer, nicht in Panik zu verfallen. Dabei lautet gerade in schlechteren Börsenzeiten die oberste Devise, Ruhe zu bewahren und sich immer der langfristigen Perspektive zu vergegenwärtigen. Wir zeigen Ihnen, wie man sich als Privatanleger in schwierigen Zeiten verhalten sollte, um kein Geld zu verlieren.

Machen Sie sich nicht von kurzfristigen Kursschwankungen abhängig

Die Vergangenheit hat gezeigt, dass ca. alle 10 Jahre die Aktienmärkte von einer Periode extremer Kursanstiege und kurz darauf von einer Periode Kursrückgänge betroffen sind. Dies sind die Zeiten, in denen den Aktienmärkten oftmals die höchste Aufmerksamkeit zuteil kommt und sich auch weniger börsenaffine Menschen den Märkten zuwenden.

Diese Periode extremer Marktbewegungen wird in der Finanzwissenschaft oftmals mit sog. verhaltensökonomischen Erklärungsansätzen erklärt. Sobald sich in der Bevölkerung Nachrichten über einen Börsenboom verbreiten, möchten viele Menschen teilhaben an der globalen Goldgräberstimmung. Sie sind auf der Suche nach der schnellen und einfachen Rendite. Dies befeuert die Kurse an den Aktienmärkten und kann schließlich dazu führen, dass manche Aktienkurse nicht mehr den wahren Wert eines Unternehmens widerspiegeln. Sobald sich diese Erkenntnis erhärtet und verbreitet, fangen einzelne Investoren an, aus dem Markt wieder auszusteigen. Dies bedeutet in der Regel den Anfang vom Ende des Booms. Panik macht sich auf den Märkten breit und es entsteht eine “rette sich wer kann” Mentalität.

Da es für Anleger extrem schwierig ist, genau abzuschätzen, zu welchem Zeitpunkt die Euphorie an den Märkten durch Panik abgelöst wird, können kurzfristige Investitionen auf dem Aktienmarkt durchaus riskant sein.

Anleger mit langem Atem haben mehr Erfolg

Vergangene Krisen wie die DotCom-Blase haben leider dazu geführt, dass viele Menschen in Deutschland die Aktie als mögliche Anlageklasse generell ablehnen. Dabei haben Sie jedoch nur die kurzfristige Perspektive im Blick, nicht aber die langfristige. Die Wissenschaft konnte nachweisen, dass Aktienkurse langfristig rational sind, d.h. dass Sie den wahren, dem jeweiligen Unternehmen immanenten Wert langfristig widerspiegeln.

Demnach sind Aktienblasen nur kurzfristige Erscheinungen, in denen dieses Gleichgewicht kurzfristig außer Fugen gerät. Langfristig haben diese Zeiten extremer Volatilität allerdings keine allzu großen Auswirkungen. In einen Aktientitel langfristig zu investieren, d.h. min 5 bis 10 Jahre, bedeutet demzufolge langfristig Vertrauen in die ökonomische Perspektive des jeweiligen Unternehmens zu haben. Trotz aller Krisen an den Aktienmärkten resultierte eine Geldanlage in Aktien in den vergangenen 100 Jahren in einer durchschnittlichen Rendite von ca. 8% p. a.

Globale Diversifikation minimiert Ihre Risiken

Ein weiterer Fehler, der während Aktienhaussen häufig gemacht wird, ist auf einzelne Industrien oder Märkte zu setzen, die im Moment besonders im Trend liegen. Sowohl die Asienkrise Ende der 90er als auch die DotCom Krise haben uns unschwer vor Augen geführt, dass mit solchen Investitionstrends auch einige Risiken verbunden sind. Ein mögliches Patentrezept, um solchen Risiken entgegenzuwirken, heißt Diversifikation.

Je breiter Ihr Portfolio gestreut ist, desto geringer wirken sich Krisen einzelner Branchen oder Regionen auf Ihr Portfolio aus. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass extrem breit gestreute Portfolios, idealerweise ein maximal gestreutes Weltportfolio, vergleichsweise geringen Kursschwankungen unterworfen sind. Denn in das Weltportfolio zu investieren, bedeutet in die gesamte Weltwirtschaft zu investieren. Natürlich sind Sie auch hier gewissen Kursschwankungen unterworfen. Dabei sollten Sie jedoch beachten, dass Kursverluste beim Weltportfolio immer eine globale Wirtschaftskrise implizieren. Von einer globalen Wirtschaftskrise sind allerdings nicht nur die Aktienmärkte betroffen, sondern auch alle anderen Teilbereiche des weltumspannenden Wirtschaftslebens.

Fazit

Um erfolgreich an den Aktienmärkten zu investieren und wenn Sie Vertrauen in die langfristige Prosperität der Weltwirtschaft haben, sollten Sie langfristig in das Weltportfolio investieren.


Welcher Anlegertyp sind Sie?


Anlegertyp ermitteln