Was ist eigentlich ein ETF?

ETFs erfreuen sich insbesondere durch FinTechs und Robo Advisor wie Ginmon in den letzten Jahren einer immer größer werdenden Beliebtheit, doch lange Zeit war diese Anlagemöglichkeit nur wenigen Privatanlegern überhaupt bekannt. Aber was ist ein ETF eigentlich genau? Wir zeigen Ihnen, welcher Mehrwert sich durch eine automatisierte ETF-Portfoliostrategie für Sie ergibt.


Worum geht’s?

  • Was sind ETFs eigentlich genau?
  • Welchen Mehrwert ermöglichen ETFs für eine automatisierte Portfoliostrategie?
  • Warum sind ETFs für Robo Advisor wie Ginmon so wichtig?

Exchange-traded funds, kurz ETFs, sind börsengehandelte Investmentfonds, d.h. Erwerb und Veräußerung findet durch die Börse auf dem Sekundärmarkt statt. Man ist somit beim (Ver-)Kauf eines ETFs nicht abhängig von einer anderen Investmentgesellschaft, was die Flexibilität und Transparenz erhöht.
Mithilfe von ETFs können sowohl ganze Indizes, wie zum Beispiel der DAX oder der Dow Jones, als auch einzelne Märkte repliziert werden. Dabei sind ETFs passiv verwaltete Fonds, d.h. die Zusammensetzung der Fonds ändert sich nur bei Indexveränderungen bzw. um den entsprechenden Index exakt nachzubilden.
Erwirbt man beispielsweise einen DAX-ETF, so partizipiert man an den Kursschwankungen des Index, d.h. sinkt der Kurs vom DAX um 0,5 %, so sinkt der Kurs des ETFs ebenfalls um 0,5 %, steigt der Wert vom DAX um 2 %, so auch der Wert des ETFs.

Grundsätzlich lassen sich Indizes auf 2 wesentliche Arten durch ETFs modellieren:

  • Durch physische Replikation werden im ETF exakt die Aktien bzw. Unternehmensanteile des jeweiligen Index mit entsprechender Gewichtung erworben

  • Durch synthetische Replikation wird der Kursverlauf des Index ebenfalls abgebildet, allerdings durch Finanzinstrumente, die im Index selbst gar nicht existieren. Die Indexnachbildung erfolgt dabei über ein Tauschgeschäft („Total-Return-Swap“). Durch einen Vertrag mit einem Kreditinstitut verpflichtet dieses sich, im Tausch gegen eine Gebühr die Differenz der Indexrendite „auszuzahlen" bzw. bei Kursrückgang "zu entnehmen".

Ein großer Vorteil der physischen Replikation ist die Minimierung des Kontrahenten-Risikos. Anleger müssen nicht befürchten, dass ein synthetischer ETF z.B. durch Konkurs des Swap-Partners seinen Wert verliert. Dies ist ein entscheidender Grund warum bei Ginmon ausschließlich physische ETFs in die Portfoliostrategie integriert werden. Damit garantieren wir das beste Risiko-Rendite-Verhältnis für unsere Kunden.

ETFs sind effektiver als einzelne Aktien und aktiv verwaltete Fonds

Im Vergleich zu ETFs werden herkömmliche Investmentfonds aktiv verwaltet, d.h. Fondsmanager versuchen durch individuelle Transaktionen „den Markt zu schlagen“. Auf lange Sicht gelingt dies jedoch nachweislich in 97 % der Fälle nicht. Die Zusammensetzung der Gruppe der Fondsmanager, denen es gelingt den Markt zu schlagen, wechselt dazu in ihrer Zusammensetzung.
Das bedeutet, ein Fondsmanager, der in einem Zeitraum eine überdurchschnittliche Rendite erwirtschaftet hat, wird nicht unbedingt wieder eine überdurchschnittliche Rendite in der nächsten Periode erzielen. Tatsächlich gibt es Untersuchungen, die zeigen, dass die Gewinner einer Periode oft zu den Verlierern der Nächsten gehören.
Aktiv verwaltete Fonds erzielen langfristig fast nie eine höhere Rendite als der Markt selbst. Private Anleger schneiden meist noch deutlich schlechter ab. Der Markt bündelt sämtliche zur Verfügung stehenden Informationen, während Fondsmanager und private Anleger versuchen einzelne Trends zu prognostizieren. Doch wie soll man analytisch Marktentwicklungen vorhersagen, wenn man nicht alle Informationen miteinbezieht? Die Verwendung von ETFs ermöglicht nicht nur eine optimale Diversifikation, sondern auch die Abbildung aller verfügbaren Informationen eines Marktes bzw. Index. Daher sind ETFs langfristig renditestärker als einzelne Aktien oder aktiv verwaltete Fonds.

ETFs sind günstiger als herkömmliche Investmentfonds

Ein entscheidender Grund, warum ETFs von traditionellen Kreditinstituten nicht oder nur kaum angeboten werden, ist: Es lassen sich schlichtweg keine hohen Verwaltungsgebühren und Provisionen verlangen, womit traditionelle Banken allerdings ihr Geld verdienen! Da keine Fondsmanager bezahlt werden müssen, sind ETFs oft deutlich kostengünstiger als aktiv verwaltete Fonds.

Optimales Risiko-Rendite-Verhältnis mithilfe von ETFs

Um für jedes individuelle Anlegerprofil stets die höchsten Renditen bei minimalen Risiko zu erzielen, bedarf es einer maximalen Risikostreuung. Diversifikation ist dabei nach wie vor die wichtigste wissenschaftlich erwiesene Methode zur Risikoreduzierung, ohne die durchschnittlich erwartete Rendite zu mindern. Da sich mithilfe von ETFs sowohl gesamte Indizes als auch einzelne Märkte replizieren lassen, ist es möglich eine breite Risikostreuung durch den Erwerb verschiedener ETFs in das jeweilige Anlegerportfolio zu implementieren. Das wissenschaftliche Konzept von Ginmon basiert dabei auf dem Ansatz des nobelpreisgekrönten Fama-French-Dreifaktorenmodell von Prof. Eugene Fama und den Ansätzen von Prof. Harry Markowitz (mehr dazu hier).

Fazit

  • ETFs sind wesentlich kostengünstiger als aktiv verwaltete Investmentfonds
  • Hohe Zeitersparnis durch ETFs, aktive Analyse von einzelnen Aktien bzw. Finanzinstrumenten ist überflüssig
  • ETFs sind renditestärker als einzelne Aktien oder aktiv verwaltete Fonds
  • ETFs bündeln sämtliche Marktinformationen unter optimaler Risikostreuung
  • ETFs ermöglichen für jede Investitionsgröße ein optimales Risiko-Rendite-Verhältnis

Aufgrund dieser wesentlichen Vorteile sind ETFs ein elementarer Bestandteil der automatisierten Portfoliostrategie von Robo Advisorn wie Ginmon, um jedem Kunden die größtmögliche Rendite gemäß seiner individuellen Risikoneigung zu ermöglichen.

Autor: Maximilian Horn


Welcher Anlegertyp sind Sie?


Anlegertyp ermitteln